Umbau

Der historische Markhof in Rheinfelden-Herten verändert sein Gesicht

Heinz Vollmar

Von Heinz Vollmar

Do, 06. Oktober 2022 um 10:49 Uhr

Rheinfelden

Massive Abbrucharbeiten verändern das Antlitz des zum St. Josefshaus gehörenden Markhofs zwischen Grenzach-Wyhlen und Herten. Große Wohnblocks sollen kleineren Wohneinheiten weichen.

Der zum St. Josefshaus gehörende Markhof zwischen Grenzach-Wyhlen und Herten verändert in diesen Tagen aufgrund von massiven Abbrucharbeiten sein "Antlitz". Dieses Erscheinungsbild war seit Jahrzehnten ein markantes und historisches Markenzeichen in der gesamten Hochrheinregion.

Hintergrund für die Abbrucharbeiten, die auch von einer Umbruchstimmung auf dem Markhof zeugen, sind Planungen im Rahmen des neuen Bundesteilhabegesetzes und der Landesheimbauverordnung. Dies hat zur Folge, dass auch auf dem Markhof die in die Jahre gekommenen, großen Wohnblocks kleineren Wohneinheiten weichen sollen. Die entsprechende Planungshoheit obliegt in diesem Zusammenhang der Stadt Rheinfelden. Dennoch ist auch Grenzach-Wyhlen von der städtebaulichen Überplanung betroffen, weil die Gemarkungsgrenze mitten durch das Markhofgebiet führt. Entsprechende Planungen wurden bereits im Jahr 2019 Rheinfeldens OB Klaus Eberhardt sowie dem Bürgermeister von Grenzach-Wyhlen, Tobias Benz, vorgestellt.

Das Charakteristische des Hofs soll erhalten bleiben

Inwieweit sich die Planungen für die Markhof-Überplanung bis heute konkretisiert haben oder ob sich etwas geändert hat, ist aktuell nicht zu erfahren, weil der zuständige Mitarbeiter des St. Josefshauses im Urlaub ist. Die geplante Überbauung mit kleineren Wohngebäuden für Menschen mit Behinderungen sowie eine Fördereinrichtung mit Arbeitsplätzen für die Markhof-Bewohner bestätigte jedoch die Architektin des St. Josefshauses, Simone Metz. Sie verwies allerdings darauf, dass es zunächst der Aufstellung eines Bebauungsplans für das Markhofgebiet bedürfe, bevor die Planungen für die Überbauung realisiert werden könnten.

Im Jahr 2019 hatte der Architekt der Werkgruppe Freiburg, Georg Glos, gegenüber den beiden Bürgermeistern erklärt, dass das Charakteristische des Markhofs erhalten bleibe. Dazu zählte er damals das historische Markhof-Gebäude und die Wirtschaftsgebäude südlich der Landstraße. Damals hatte er gesagt, dass das Martinshaus, die Werkstatt für Menschen mit Behinderungen und die Gebäude der Markhof-Ranch mit Ferienwohnungen zu den Bestandsgebäuden zählen würden.