Petition

Mehr als 700 Unterschriften fürs Hallenbad Rheinfelden

BZ & Verena Pichler

Von BZ-Redaktion & Verena Pichler

Di, 04. Mai 2021 um 17:03 Uhr

Rheinfelden

Vergangenes Jahr wurde in Rheinfelden eine Petition gegen die Hallenbad-Pläne der Stadt gestartet. 715 Menschen haben unterschrieben. Die Initiatorin wendet sich nun an den Gemeinderat

Im vergangenen Jahr hat Catrin Heubling eine Online-Petition gestartet, um gegen das geschlossene Hallenbad und die auf Eis gelegten Pläne der Stadt, ein neues Ganzjahresbad zu bauen, zu protestieren. Nun, 100 Tage nach Ablauf der Petition, hat sie einen Brief an den Gemeinderat geschrieben, um erneut auf ihr Anliegen aufmerksam zu machen.

715 Menschen haben die Petition unterschrieben, die Heubling im Oktober 2020 gestartet hatte. Davon stammen 523 direkt aus Rheinfelden, viele andere aus angrenzenden Gemeinden, wie Heubling schreibt.

Aufgrund der Corona-Pandemie haben Heubling und ihre Mitstreiterinnen und Mitstreiter auf eine "breit angelegte Unterschriftenaktion in der Öffentlichkeit verzichtet".

Ein Schwimmbad ist für sie eine Bildungseinrichtung

Zu gegebener Zeit werde man dies jedoch nachholen, um die Aufmerksamkeit weiterhin aufs Ganzjahresbad zu richten. "Wer sich mit dem Titel ’familienfreundliche Stadt’ schmückt, sollte darüber nachdenken, was ’familienfreundlich’ bedeutet. Die Bildungseinrichtungen sind in einem schlimmen Zustand und Sie selbst erwähnten den Sanierungsstau", so Heubling an die Mitglieder des Gemeinderats gerichtet. Ein Schwimmbad gehöre ebenfalls zu diesen Bildungseinrichtungen und tangiere überdies eine noch breitere Öffentlichkeit.

Die sportliche Bewegung von Kindern und deren Schwimmfähigkeit sollten von einer Stadt gefördert werden. Auch für Senioren sei das Hallenbad als sozialer Ort und für die Gesundheit wichtig. "Zudem ist das Rheinfelder Hallenbad längst abgeschrieben und die steuerzahlenden Bürger haben ein Recht auf eine Erneuerung oder zumindest auf eine sinnvolle Perspektive", so Heubling, die ihr Schreiben mit der Aufforderung schließt, der Gemeinderat solle die Planungen vorantreiben und nicht weitere 20 Jahre verstreichen lassen.

2018 hatte der Gemeinderat den Grundsatzbeschluss zum Bau eines neuen Ganzjahresbads getroffen. Aufgrund der sich dramatisch verschlechterten Haushaltslage wurde das Projekt im Oktober 2020 auf Eis gelegt, da die mittelfristige Investition von mehr als elf Millionen Euro nicht darstellbar sei. Dies gelte auch für eine mögliche Kreditaufnahme, so Kämmerin Kristin Schippmann damals gegenüber der Badischen Zeitung.