Mieter im Hochhaus genießen Vorzugsrechte

Ulrich Senf

Von Ulrich Senf

Sa, 21. August 2021

Weil am Rhein

Heiler spricht gleichwohl von "ganz normaler Fluktuation".

(us). "Das wichtigste Signal war für unsere Mieter, dass eine Sanierung des Hochhauses am Liegnitzerweg nicht möglich ist", sagt Wohnbau Geschäftsführer Andreas Heiler. Klar sei vor drei Jahren damit auch das Angebot an alle Mieter der Immobilie mit den 96 Wohnungen gewesen, dass die Wohnbau ihnen helfen werde, neue Wohnungen im bestand der Wohnbau zu finden. Ziel war es, möglichst rasch das Hochhaus frei von Mietern zu bekommen, so dass in den inzwischen nur noch etwa acht Jahren einem Abriss nichts mehr entgegenstehen würde. Bereits im kommenden Jahr will die Wohnbau mit Planungen für das Gelände beginnen – der Abriss selbst soll in etwa sieben Jahren erfolgen.

Allerdings, so Heiler, habe das Angebot bisher nicht ganz so gewirkt, wie man das erhofft habe. Zwar genießen die Mieter im Liegnitzerweg nach wie vor das Vorrecht, dass sie etwa wenn eine Wohnung der Wohnbau frei wird, diese Wohnungen als Erste angeboten bekommen. Erst wenn kein Hochhausmieter Interesse zeige, hätten andere Mitglieder eine Chance. Zusätzlich beteilige sich die Wohnbau am Umzug selbst, unterstütze die Mieter und zahle sogar eine Prämie.

Gleichwohl habe das bisher nicht dazu geführt, dass die Mieter, die teils seit dem Bau des Hochhauses in derselben Wohnungen leben, das Haus in großer Zahl, verlassen hätten. Im vergangenen Jahr waren es gerade 20 Wohnungen, die im Hochhaus frei geworden waren. Heiler spricht denn auch vor einer "ganz normalen Fluktuation" – wobei den Auszügen keine Einzüge gegenüber stehen. Befristetes Vermieten lasse das Mietrecht nicht zu, so die Wohnbau.