Grundlagenforschung

Mit HIV-Partikeln gegen Depressionen

Otto Schnekenburger

Von Otto Schnekenburger

So, 08. September 2019 um 12:41 Uhr

Gesundheit & Ernährung

Der Sonntag An der Universität Freiburg lassen Studien an Mäusen auf ein schnell wirksames Medikament im Kampf gegen die Krankheit hoffen.

Es ist ein überaus interessanter neuer Therapieansatz im Kampf gegen Depressionen und er kommt von der Universität Freiburg. Mit Partikeln des HI-Virus will Forschungsgruppenleiter Tsvetan Serchov Peptiden den Weg in menschliche Zellen ermöglichen. Diese, so hofft er, könnten die Krankheit dann schneller und wirksamer bekämpfen als die klassischen Antidepressiva.

Die HIV-Partikel dienen lediglich als Transportmittel
Zunächst einmal: Die HIV-Partikel namens TAT dienen lediglich als Transportmittel, um ein Protein beziehungsweise ein Peptid ins Gehirn eines an Depression erkrankten Menschen zu bringen. Diese Fähigkeit an sich ist nichts Neues, schon in den 80er Jahren wurde sie erkannt. Auch versuchten Wissenschaftler bereits, diese Erkenntnis in der Medizin einzusetzen. Aber nicht zur Behandlung von Depressionen, sondern mit anderen Proteinen in der Krebstherapie. Es gab klinische Studien, die nicht erfolgreich waren.

Tsvetan Serchovs Idee ist es nun, die HIV-Partikel als Schleuser in neuronale Zellen zu nutzen. Vor vier Jahren entdeckte er, dass das neuronale Protein Homer1a sich zur Bekämpfung von Depression eignet, da es auch bei alternativen Depressionstherapien mit Schlafentzug oder der Behandlung mit Ketamin gebildet wird. Ohne Unterstützung gelingt Homer1a der Weg ins Gehirn aber nicht. Daher wird es an ein kleines Peptid aus dem HI-Virus gebunden, der große daraus resultierende Vorteil ist die Schnelligkeit, mit der ...

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