Moderner Waschraum fürs Kinderhaus

Herbert Frey

Von Herbert Frey

Mo, 10. Mai 2021

Binzen

Im Süd-Gebäude sind Sanierungsmaßnahmen und ein neuer Schlafraum für die Krippe geplant.

(hf). Bekanntlich soll das Kinderhaus Süd, früher Oberlin-Kindergarten, das seit Oktober 2019 geschlossen ist, diesen Herbst wieder öffnen. Was in dem Gebäude im Vorfeld dieser Öffnung noch zu erledigen ist, legte der Gemeinderat am Donnerstag fest.

Dabei einigte man sich auf Vorschlag von Bürgermeister Andreas Schneucker darauf, sich zunächst auf die Modernisierung des Waschraumes zu konzentrieren. Dieser benötige eine Grundsanierung, so Architekt Stefan Mattes. Vor allem sollen die Waschbecken an den Heizkreislauf angeschlossen werden. Bislang gebe es lediglich einen Durchlauferhitzer, der maximal zwei Becken gleichzeitig mit Warmwasser versorgen könne. Der Antrag von Nadja Lützel, an den Waschbecken berührungslose Armaturen anzubringen, wurde dagegen abgelehnt. Aus hygienischen Gründen sei dies wünschenswert, meinte Lützel mit Verweis auf einen entsprechenden Wunsch der Kindergartenleitung. Pädagogisch jedoch, so der Rest des Gemeinderates, sei es besser, wenn die Kinder lernen, einen Wasserhahn zu bedienen – denn berührungslose Sensoren seien im Alltag die Ausnahme. Die Sanierung des Waschraumes sowie die Beseitigung einiger kleinerer sicherheitsrelevanter Mängel im Haus kosten rund 55 000 Euro.

Dagegen soll mit der Sanierung der Fenster – "sie sind noch absolut dicht", sagte Bürgermeister Schneucker – und des Daches noch gewartet werden. Ob damit 2022 begonnen werde, müsse bei den Etatberatungen entschieden werden.

Im Kinderhaus Süd, das künftig mit einer Ganztagesgruppe belegt werden soll, gibt es aber noch eine weitere Veränderung. Im dortigen bisherigen Intensivraum wird nämlich so rasch wie möglich der Schlafraum der angrenzenden Kinderkrippe eingerichtet. Deshalb sind entsprechende Umbauten nötig – etwa die Schaffung eines eigenen Fluchtweges. Auf der Empore des Krippenraumes jedenfalls können die Kleinkinder künftig nicht mehr ihre Schlafpausen einlegen. Das verfügte der Kommunalverband Jugend und Soziales, der einen schalldichten, von Wänden umgebenen Ruheraum forderte. Ein solcher sei auch im Sinne der Kindergartenleitung, hieß es in der Vorlage. Denn neben dem Lärm seien im Sommer auch die Temperaturen auf der zweiten Ebene problematisch. Diese Maßnahme kostet 45 000 Euro. Beide Vorhaben zusammen belaufen sich also auf 100 000 Euro – und genau diese Summe steht im Haushalt auch bereit.