Mord im Regenwald

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Zu den Albträumen, die manche Menschen so haben, gehört der, von einer Python erwürgt zu werden. Zu den Albträumen, die Bäume in den tropischen und subtropischen Regionen dieser Welt so haben, gehört der, von einer Würgefeige besiedelt zu werden – was statistisch um ein Vielfaches wahrscheinlicher ist als die Pythonsache. Diese fiese Feige lässt sich über den Kot von Vögeln oder Affen auf einen Ast des Wirtsbaums schmuggeln und wächst dort in der Krone als sogenannte Aufsitzerpflanze wunderbar lichtnah. Währenddessen sprießen ihre Luftwurzeln Richtung Boden – entweder tatsächlich frei hängend in der Luft oder am Stamm des Baumes entlang. Dort angekommen, tanken sie Nährstoffe und Wasser über den Boden und werden dadurch stärker und verholzen. Um den Stamm herum entsteht ein dichtes und immer stabiler werdendes Geflecht, das ihm nach und nach die Leitungsgefäße abschnürt. Zudem nimmt die Feige oben mit ihrer dichter werdenden Krone den Blättern des Wirtsbaums das Licht. Der Baum stirbt. Das juckt die Würgefeige null, denn sie kann sich jetzt ja selbst versorgen und ist nicht mehr auf den Wirtsbaum angewiesen. Ist der nach Jahren oder gar Jahrzehnten endgültig verrottet, steht die Würgefeige als hölzerne Konstruktion allein in der Gegend herum.

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