Sorge um die Datensicherheit

Axel Habermehl

Von Axel Habermehl

Mi, 05. August 2020

Südwest

Kritik an Eisenmanns Plan.

Der Plan von Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU), für die digitale Bildungsplattform an Schulen Software des US-Konzerns Microsoft einzusetzen, stößt auf zunehmende Kritik. "Für eine Plattform, die Tausende Menschen nutzen sollen und auf der viele personenbezogene Daten ausgetauscht werden, ist der Datenschutz besonders wichtig", sagt der FDP-Abgeordnete Nico Weinmann.

Wie berichtet, will Eisenmann die Anwendungen "Office 365" und "Teams" nutzen lassen. Unter Auswahl eines "geeigneten Lizenzmodells sowie unter Einbeziehung technischer und organisatorischer Maßnahmen" hält sie die Nutzung für datenschutzkonform. Der Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit, Stefan Brink, hat "erhebliche Zweifel" an einem datenschutzkonformen Einsatz. Sandra Boser, die bildungspolitische Sprecherin der Grünen, sagt: "Es versteht sich von selbst, dass bei allen Formen des digitalen Lernens der Datenschutz konsequent mitgedacht und eingehalten werden muss." Für den Philologenverband fordert der Landesvorsitzende Ralf Scholl: "Datenschutz an Schulen muss Priorität haben."