niederländische Küche

NACHSCHLAG: Opulent und ganz entspannt

Katja Rußhardt

Von Katja Rußhardt

So, 08. Dezember 2019

Gastronomie

Ein kopje koffie (Tässchen Kaffee), Honigkuchen, bunte Zucker- oder Schokoladenstreusel fürs Butterbrot, und natürlich pannenkoek (Pfannkuchen): Erinnerungen an die Niederlande sind meist mit süßen Sünden verknüpft. So kann man erahnen, dass auch an Weihnachten nicht gedarbt wird. Wie festliches Tafeln in der holländischen Hauptstadt aussehen kann, zeigt uns Yvette van Boven in ihrem Buch "Weihnachten in Amsterdam". Es ist das fünfte, das die Autorin in ihrem lässigen Stil und mit eigenen Illustrationen verfasst hat. "Für superkitschige Weihnachtsfeste habe ich nichts übrig", sagt sie. Was nicht bedeutet, dass sie nicht alljährlich ein großes Weihnachtsdinner für Familie und Freunde plant. Nachmachen lassen sich ihre ausgewählten und perfekt erklärten Rezepte für Menüs, Adventsnachmittage, Büffets und Brunchs mit der Unterteilung in "Vorbereiten" und "Zubereiten" unkompliziert. Passendes für den Morgen vor dem Fest? Yvette van Boven empfiehlt Herzhaftes wie HaferflockenPancakes, pikante Arme Ritter, schottische Eier oder Kürbisbrot mit Feta und Salbei. Erfreulich umfangreich ist die Getränkeauswahl vom warmen Ingwerkakao über die Champagnerbowle bis zum Weihnachts-Negroni. Appetithäppchen kommen bei van Boven auch aus dem Meer und vertragen ihr Jalapeno-Dressing ebenso wie die Gesellschaft von frittierten Gürkchen mit Buttermilchdip. Anregungen für Suppen, kleine Speisen und Hauptgerichte reihen sich aneinander, es folgen Beilagen und Desserts und zu guter Letzt komplette Menüvorschläge. Opulent darf es zum Jahresende sein, und da gibt es neben Senfgratin aus Kartoffel und Pastinake auch mit Mincemeat gefüllten Fasan an Brandysauce. Noch Gelüste? Die stillt ein Trifle mit Salzkaramell, Cheesecake-Creme und saftigen Brownies. Katja Russhardt
Yvette van Boven: Weihnachten in Amsterdam, Übersetzung Linda Marie Schulhof, Dumont, 304 Seiten, 34 Euro.