NATURALIE

Claudia Füßler

Von Claudia Füßler

Sa, 27. März 2021

Gesundheit & Ernährung

Irgendwie, doch, haben Sie das schon mal gehört: Marula. Dieser Klang erinnert Sie an … ja, was? Ein Blick gen Spirituosenschrank könnte schnell Klarheit bringen. Denn als Ganzes schaffen es die Früchte des Marula-Baumes vom afrikanischen Kontinent quasi nie bis in unsere Supermärkte, sie sind dafür zu empfindlich. In Gestalt eines Likörs jedoch findet die Marula den Weg von Südafrika bis nach Europa. In dem von der Firma Amarula hergestellten Frucht-Sahne-Likör glänzt sie mit ihrem sehr fruchtigen, leicht an Karamell erinnernden Geschmack. Ein einzelner weiblicher Marula-Baum kann bis zu zwei Tonnen der mirabellengroßen gelben Früchte tragen, geerntet werden sie von Hand oder als Fallobst. Das Vitamin-C-reiche und nahrhafte Fruchtfleisch ist auch bei Wildtieren sehr begehrt. Die Früchte gären schnell, wenn sie reif sind, und werden dann gerne von Elefanten gefressen. Dass die später scheinbar trunken den als Elefantenbaum bekannten Marula-Baum verlassen, führen Forscher aber nicht auf die schwach alkoholhaltigen Marula zurück, sondern auf in der Baumrinde lebende, giftige Käferpuppen. In der Marula steckt ein Kern, der wiederum essbare und sehr ölhaltige Samen enthält. Aus denen gewinnt die Kosmetikindustrie ein Pflegeöl, dem sagenhafte Fähigkeiten bei der Faltenprävention nachgesagt werden. Das soll an den enthaltenen Antioxidantien liegen, die unsere Zellen vor Schäden schützen.