Markgräflerland

Newsblog: Informationen zum Coronavirus im Markgräflerland

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mo, 06. April 2020 um 16:50 Uhr

Müllheim

In diesem Newsblog informieren wir über aktuelle Entwicklungen zur Coronakrise im Markgräflerland.

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Was Sie jetzt wissen müssen:

  • Bund und Länder haben sich am Sonntag, 22. März, auf Leitlinien zur Beschränkung sozialer Kontakte in der Corona-Krise verständigt. Danach sollen Kontakte außerhalb der Angehörigen des eigenen Haushalts auf das absolut nötige Minimum reduziert werden. Zusammenkünfte von mehr als zwei Menschen, die nicht Angehörige des eigenen Haushalts sind, sind in im öffentlichen Raum verboten. Zu anderen Personen ist ein Mindestabstand von mindestens 1,50 Metern einzuhalten. Der Weg zur Arbeit, zur Notbetreuung, Einkäufe, Arztbesuche, Teilnahme an Sitzungen, erforderlichen Terminen und Prüfungen, Hilfe für andere oder individueller Sport und Bewegung an der frischen Luft sowie andere notwendige Tätigkeiten bleiben weiter möglich.
  • Wer an sich Symptome feststellt, die auf eine Covid-19-Erkrankung schließen lassen könnten, sollte keinesfalls unangemeldet in eine Arztpraxis, eine Klinik oder eine Corona-Ambulanz gehen, sondern zunächst den Hausarzt anrufen. An Wochenenden kann der Ärztliche Bereitschaftsdienst unter Tel. 116 117 kontaktiert werden.

Montag, 6. April, 17.50 Uhr: Im Staufener Altenpflegeheim St. Margareten wurden zehn Bewohner und sechs Mitarbeiter mit dem Coronavirus angesteckt – alle Infizierten sind aber offenbar wieder wohlauf. Wie die Heimleitung mitteilt, wurde ausgiebig getestet, seit fünf Tagen wurden aber keine neuen Fälle mehr festgestellt.

Montag, 6. April, 16.05 Uhr: Schulschließung, Veranstaltungsabsagen und Kontaktverbote scheinen erste Früchte zu tragen: Das Coronavirus verbreitet sich im Südwesten immer langsamer aus, zumindest, wenn man auf die offiziellen Fallzahlen schaut. Das zeigen unsere Berechnungen, die wir im BZ-Dashboard täglich aktualisieren. Sie finden dort Grafiken und Statistiken – alles mit Blick auf die Region: Das Coronavirus in Freiburg, Südbaden und Baden-Württemberg.

Montag, 6. April, 16.00 Uhr: Christoph Hoffmann, FDP-Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Lörrach-Müllheim kritisiert die aus seiner Sicht unzureichende Ausstattung mit Schutzausrüstung in den Altenpflegeeinrichtungen. Bewohner und Personal würden "enorm gefährdet, ja geradezu verheizt. Das ist ein Skandal", erklärte Hoffmann.

Montag, 6. April, 15.50 Uhr: Die Corona-Krise macht auch den endgültigen Abschied von geliebten Menschen noch schwerer als er ohnehin schon ist. Trauerfeiern müssen in kleinen Kreisen stattfinden, auf übliche Rituale wird verzichtet. Ein Blick auf Bad Krozingen zeigt, wie Bestatter und Geistliche versuchen, Hinterbliebenen dennoch einen würdigen Abschied zu ermöglichen. Für Bestatter im Krematorium bringt die Epidemie zusätzliche Herausforderungen: Lieferengpässe von Schutzkleidung und Desinfektionsmitteln werden zum Problem.

Montag, 6. April, 9.30 Uhr: Das Landratsamt meldet aktuell 708 Covid-19-Erkrankungen für den Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald und 16 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus. Für die Stadt Freiburg sind es 690 Erkrankungen und 20 Todesfälle.

Samstag, 4. April, 15.45 Uhr: In Kandern haben Hausärzte die Informationspolitik des Landkreises Lörrach kritisiert, der keine Corona-Fallzahlen auf Gemeinde-Ebene veröffentlicht. Dies könne dazu führen, dass Menschen der Ernst der Lage nicht klar genug bewusst würde, so die Argumentation der Mediziner. Das Landratsamt verteidigt sein Vorgehen: "Vor allem bei kleineren Gemeinden ist dies mit Blick auf die Persönlichkeitsrechte der Betroffenen der richtige Weg", sagte ein Sprecher der Behörde. Auch der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald veröffentlicht keine Zahlen zu Infizierten und Todesfallen in den einzelnen Gemeinden. Auch hier wurde Kritik laut, unter anderem von Bürgermeistern.

Samstag, 4. April, 15.40 Uhr: Das Landratsamt meldet aktuell 664 Covid-19-Erkrankungen für den Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald und 13 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus. Für die Stadt Freiburg sind es 657 Erkrankungen und 20 Todesfälle.

Freitag, 3. April, 15.05 Uhr: Drei Bad Krozinger sitzen derzeit auf dem Kreuzfahrtschiff "Coral Princess" vor Florida fest, auf dem ein Dutzend Menschen mit dem Coronavirus infiziert ist. Der örtliche Bundestagsabgeordnete Christoph Hoffmann (FDP) setzt sich beim Außenministerium für deren Heimholung ein und hat auch angeboten, Quarantäneplätze in einer Rehaklinik in Südbaden zu organisieren.

Freitag, 3. April, 14.55 Uhr: Zwei Kanderner Hausärzte haben öffentlich gemacht, dass in ihrem Ort zwei Menschen an Covid-19 gestorben sind. Sie kritisieren die Informationspolitik des Landkreises Lörrach, keine Infektions- und Todesfallzahlen auf Gemeindeebene herauszugeben. Die bestehende Informationspolitik berge die Gefahr, das Risiko nicht ernst genug zu nehmen, sagen die Ärzte.

Freitag, 3. April, 14.50 Uhr: Das Landratsamt meldet aktuell 614 Covid-19-Erkrankungen für den Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald und 12 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus. Für die Stadt Freiburg sind es 608 Erkrankungen und 19 Todesfälle.

Donnerstag, 2. April, 17.30 Uhr: Für Zahnärzte bedeutet die Corona-Krise besondere Unsicherheiten. Sollen sie nur noch in akuten Notfällen behandeln oder auch andere Fälle annehmen? Ein Kanderner Zahnarzt hat sich zu der Situation geäußert – und auch auf Äußerungen eines Kollegen Bezug genommen. Er meint: "Behandlungen müssen auch in der Krise möglich sein."

Donnerstag, 2. April, 17.15 Uhr: Die Krankenhäuser spielen eine zentrale Rolle bei der Bewältigung der Corona-Pandemie. Doch finanziell könnte es für sie durch die Krise noch enger werden. Das Universitäts-Herzzentrum Freiburg-Bad Krozingen sieht seine wirtschaftliche Situation "dramatisch verschärft". Als Begründung heißt es dazu vonseiten des Klinikums, dass zuletzt die elektiven, also nicht akut erforderlichen Behandlungen massiv reduziert wurden, um mehr Kapazitäten für Corona-Patienten bereitzuhalten. Man hofft nun auf Unterstützung vonseiten der Politik.

Donnerstag, 2. April, 11.10 Uhr: Das Landratsamt meldet aktuell 566 Covid-19-Erkrankungen für den Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald und 12 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus. Für die Stadt Freiburg sind es 562 Erkrankungen und 18 Todesfälle.

Mittwoch, 1. April, 17.30 Uhr: Zu den Branchen, die von der Corona-Krise sehr rasch und hart getroffen wurden, zählt der Fremdenverkehr. In Gemeinden, die in besonderer Weise vom Tourismus leben, wird das auch im Ortsbild deutlich spürbar. "Das touristische Leben ist zum Stillstand gekommen", heißt es aus Badenweiler.

Mittwoch, 1. April, 15.30 Uhr: Um die Akut-Krankenhäuser bei einer weiter steigenden Zahl von Covid-19-Patienten entlasten zu können, gibt es Überlegungen Rehakliniken bei der Versorgung mit einzubinden. Häuser in der Region, etwa in Bad Krozingen und Badenweiler, haben ihre Bereitschaft dazu bereits erklärt.

Mittwoch, 1. April, 14.00 Uhr: Das Landratsamt meldet aktuell 507 Covid-19-Erkrankungen für den Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald und 10 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus. Für die Stadt Freiburg sind es 502 Erkrankungen und 15 Todesfälle.

Dienstag, 31. März, 15.20 Uhr: Seit mehreren Wochen lautet der Appell: Abstand halten, um so Übertragungen der Covid-19-Infektionen zu unterbinden. Den Betreiber einer Bar in Bad Krozingen hat dies offenbar nicht angesprochen, sodass er diese am Wochenende für einzelne Gäste geöffnet hatte. Da allerdings auch die Polizei davon Wind bekam, erwarten den Betreiber wie auch seine Gäste Anzeigen wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz.

Dienstag, 31. März, 10.00 Uhr: Das Landratsamt meldet aktuell 453 Covid-19-Erkrankungen für den Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald und 8 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus. Für die Stadt Freiburg sind es 457 Erkrankungen und 13 Todesfälle.

Montag, 30. März, 11.45 Uhr: Der FC Neuenburg feiert in diesem Jahr seinen 100. Geburtstag, und die Vereinsaktiven haben zu dem runden Jubiläum ein aufwändiges Programm mit vielen Höhepunkten vorbereitet. Unter anderem sollte der Altherren-Supercup – eine Art Deutsche Meisterschaft der Alten Herren – in der für Juni geplanten Festwoche stattfinden. Nun wurden alle Jubiläumsfeierlichkeiten abgesagt. Das trifft den rührigen Verein hart: ideell und auch finanziell.

Montag, 30. März, 11.15 Uhr: Die Markgräfler Landwirte sind stark unter Druck: Aufgrund der Corona-Krise gibt es einen Mangel an Erntehelfern. Und nun zeigt sich auch noch das Wetter ungnädig: Die Frostnächte der vergangenen Woche haben vor allem früh blühende Obstsorten wie Zwetschgen und Aprikosen schwer geschädigt. "Gerade kommt es knüppeldick", sagte der Feldberger Landwirt Ulli Waldkirch gegenüber der BZ.

Montag, 30. März, 10.30 Uhr: Das Landratsamt meldet aktuell 415 Covid-19-Erkrankungen für den Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald und 7 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus. Für die Stadt Freiburg sind es 426 Erkrankungen und 13 Todesfälle.
Allgemeine Verhaltensregeln zur Risikoreduktion
  • Regelmäßiges und gründliches Händewaschen mit Wasser und Seife – mindestens 20 Sekunden.
  • In ein Papiertaschentuch niesen oder husten und dieses danach entsorgen. Und danach Händewaschen!
  • Ist kein Taschentuch griffbereit, in die Armbeuge niesen oder husten.
  • Möglichst 1 bis 2 Meter Abstand zu anderen Menschen halten. Umarmungen und Händeschütteln generell unterlassen.
  • Bei grippalen Symptomen zu Hause bleiben, um Ansteckung zu vermeiden.
  • Jegliche Kontakte sollen auf das Notwendigste reduziert werden!

Sonntag, 29. März, 14.30 Uhr: Da derzeit in den Kirchen keine Gottesdienste mehr gefeiert werden können, verlagern sie immer mehr Gemeinden per Video ins Internet. Hier die heutige Andacht der evangelischen Kirchengemeinde Bad Krozingen auf Youtube:



Sonntag, 29. März, 12.00 Uhr: Das Landratsamt meldet aktuell 389 Covid-19-Erkrankungen für den Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald und 7 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus. Für die Stadt Freiburg sind es 402 Erkrankungen und 10 Todesfälle.

Samstag, 28. März, 17.20 Uhr: Das Landratsamt meldet aktuell 330 Covid-19-Erkrankungen für den Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald und 5 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus. Für die Stadt Freiburg sind es 335 Erkrankungen und 6 Todesfälle.

Samstag, 28. März, 17.10 Uhr: Die Stadt Müllheim hat am Freitagband eine Facebook-Livesprechstunde angeboten. Bürgerinnen und Bürger konnten Fragen zur Corona-Krise stellen an Bürgermeister Martin Löffler, die Geschäftsführerin der Helios-Klinik Beatrice Palausch, den Ärztlichen Direktor der Helios-Klinik Hartmut Ehrle-Anhalt sowie an Thomas Müller, Leiter des Polizeireviers Müllheim. Hier lässt sich der Livestream nochmal ansehen:



Freitag, 27. März, 15:15 Uhr: #BZhilft: Die Badische Zeitung hat Online-Plattformen geschaffen, in denen Menschen, die Unterstützung brauchen, nach Hilfsangeboten suchen können und Verbraucher spezielle Bestell-, Liefer- und Abholservices des lokalen Einzelhandels und der Gastronomie finden. Für das Markgräflerland gibt es folgende Überblicke: Die Listen werden regelmäßig erweitert. Wer ein Angebot melden möchte, kann dies unter der Email-Adresse bzhilft@badische-zeitung.de

Freitag, 27. März, 9:35 Uhr: Die für den gestrigen Donnerstagabend geplante Facebook-Livesprechstunde der Stadt Müllheim musste aufgrund technischer Probleme ausfallen. Sie soll heute Freitag, 27. März, um 18 Uhr nachgeholt werden. Zu erreichen ist die Livesprechstunde mit Bürgermeister Martin Löffler, Thomas Müller vom Polizeirevier Müllheim sowie dem Ärztlichen Direktor und der Geschäftsführerin der Helios Klinik, Hartmut Ehrle-Anhalt und Beatrice Palausch, über die Facebook-Seite der Stadt Müllheim.

Freitag, 27. März, 9:30 Uhr: In Bad Krozingen wird heute eine sogenannte Fieber-Ambulanz eingerichtet. Dort werden Menschen untersucht, die denken, sie haben Corona-Symptome an sich festgestellt. Ärzte untersuchen die Menschen und entscheiden, ob sie in häusliche Quarantäne gehen oder im Krankenhaus aufgenommen werden sollen. Patienten können auf keinen Fall einfach so in der Fieber-Ambulanz erscheinen, sondern sollen sich zunächst an ihren Hausarzt wenden.
Ältere Einträge des Corona-Newsblogs für das Markgräflerland können Sie hier nachlesen.