Wegen Unklarheiten

Ortenaukreis veröffentlicht keine Corona-Fallzahlen mehr

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Do, 22. Oktober 2020 um 18:03 Uhr

Offenburg

Das Landratsamt hatte bisher die Corona-Fallzahlen gemeldet. Weil es immer zu Abweichungen gekommen sei, sollen die Zahlen des Landesgesundheitsamts genannt werden.

Dies diene der Vermeidung von Unklarheiten, so Kreissprecher Kai Hockenjos. Zudem hingen auch unmittelbare Rechtsfolgen an der Überschreitung bestimmter Werte, wie etwa bei einer Sieben-Tage Inzidenz von 50. Die Sieben-Tage-Inzidenz entspricht der Anzahl der in den vergangenen sieben Tagen neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner im jeweiligen Stadt- oder Landkreis. Wird die 50er-Grenze überschritten, ist das Landratsamt anstatt der Städte und Gemeinden direkt für viele einschränkende Maßnahmen nach dem Infektionsschutzgesetz zuständig. Das Landesgesundheitsamt muss dazu das Überschreiten der Grenzwerte – und damit die Zuständigkeit – feststellen. So sehe es die Verordnung des Sozialministeriums über Zuständigkeiten nach dem Infektionsschutzgesetz vor, wonach die Zahlen des Landesgesundheitsamts landesweit maßgeblich seien.

Sieben-Tages-Wert liegt jetzt bei 55,7

Nach den LGA-Daten lag die Sieben-Tage-Inzidenz des Ortenaukreises am 19. Oktober bei 43,6, am 20. bei 48,7 und am 21. Oktober ebenfalls bei 48,7. Die Zahlen für Donnerstag waren bis Redaktionsschluss noch nicht veröffentlicht. "Wir arbeiten aktuell an einer Lösung, wie wir weitergehende Darstellungsmöglichkeiten zu Infektionszahlen in den Städten und Gemeinden so schnell wie möglich veröffentlichen können", so Hockenjos.

Die aktuellen Zahlen des LGA zeigen: Der Ortenaukreis hat die Grenze von 50 Infektionen pro 100.000 Einwohner überschritten. Der Wert liegt bei 55,7.
Den Lagebericht des LGA gibt es unter http://mehr.bz/lga-zahlen