Naturalie

Pfifferlinge sind Pilze für die gute Laune

Claudia Füßler

Von Claudia Füßler

Fr, 14. August 2020 um 21:04 Uhr

Gesundheit & Ernährung

Ein leuchtend goldgelber Trichter ist sein Markenzeichen: Der Pfifferling ist auf dem Waldboden oder – für Nichtsammler – am Marktstand schon von Weitem sichtbar. Jetzt hat er Saison,

Er landet schon seit dem Altertum auf unserem Teller, und vermutlich war er mal deutlich verbreiteter als heute. In Deutschland und Österreich steht der nicht sehr große und auch als "Eierschwammerl" bekannte Edelpilz unter Naturschutz, er darf nur in geringer Menge von Privatpersonen gesammelt werden. Die genießen dann ein sehr kalorienarmes Mahl und füllen ein paar wichtige Nährstoffe auf: Der Pfifferling enthält Eisen, Kalium und eine ordentliche Portion Eiweiß, darüber hinaus das für die Augen so wichtige Vitamin A. In dem festen Fleisch steckt eine Menge Tryptophan, aus dem der Körper Serotonin bastelt – und das macht richtig gute Laune.

Weil Pfifferlinge mit Schwermetall belastet sein können, sollte man nicht zu viel davon essen, etwa 250 Gramm die Woche empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation WHO. Auch Menschen mit empfindlichem Magen dosieren den Pilz besser sparsam, der Mehrfachzucker Chitin macht den Pilz schwer verdaulich. Das feine Aroma des Pfifferlings verträgt nur zurückhaltende Begleiter. Daher die Pilze gut putzen, grob in mundgerechte Stücke schneiden und mit klein geschnittenen Schalotten kurz anbraten. Mit Salz, Pfeffer und wenig (!) Knoblauch abschmecken und zum Schluss ein bisschen Schnittlauch drüberstreuen.