"Plätze für die Kurzzeitpflege fehlen"

Nikola Vogt

Von Nikola Vogt

Mi, 12. September 2018

Ehrenkirchen

BZ-Plus BZ-INTERVIEW mit Ulrike Meister und Heike Ostrowski von der Sozialstation Mittlerer Breisgau in Ehrenkirchen.

EHRENKIRCHEN. Rund 300 Patienten betreut die Sozialstation Mittlerer Breisgau. Der Bedarf an häuslicher Pflege steigt, doch ausreichend Fachkräfte sind schwer zu finden. Nikola Vogt hat sich mit Geschäftsführerin Ulrike Meister und Heike Ostrowski aus der Seniorenberatungsstelle der Sozialstation über aktuelle Herausforderungen und Zukunftsaufgaben unterhalten.

BZ: In vielen Büros ging es über den Sommer etwas ruhiger zu. Wie hat die Sozialstation die vergangenen Wochen erlebt?
Meister: Hier in unserem Büro in Ehrenkirchen war es auch ruhiger, weniger Anrufe, weniger E-Mails. In der Pflege selbst allerdings werden die Menschen 365 Tage im Jahr versorgt. Da ist der Sommer eigentlich eher eine anstrengende Zeit, weil Mitarbeiter im Urlaub sind und die Patienten trotzdem versorgt werden müssen. Hinzu kam in diesem Jahr noch die langanhaltende Hitze, was für unsere Mitarbeiter eine sehr große Belastung war.
Ostrowski: Ich hatte wie in jedem Jahr viele Anfragen bezüglich der Kurzzeitpflege, da die pflegenden Angehörigen auch mal eine Auszeit von der Pflege brauchen und selbst in Urlaub fahren möchten. Das Problem ist, dass die meisten Pflegeheime eingestreute Kurzzeitpflege anbieten, das heißt, dass ein freigewordener Platz mit einem Kurzzeitpflegegast belegt werden kann. Das ist für die Pflegeheime nicht im Voraus planbar, die Angehörigen müssen teilweise bis zu 60 Pflegeheime regional und überregional anrufen und – falls ein Platz frei geworden ist ...

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