Pop-up-Schule für Geflüchtete

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Do, 18. August 2022

Kenzingen

Kenzinger Verein hilft im Irak.

(BZ). Zum vierten Mal eröffnet im Herbst übergangsweise eine Schule für jesidische Flüchtlinge in Shariya, einer kleinen Stadt in der Region Kurdistan im Irak. Das teilte der Verein Zarok mit Sitz in Kenzingen mit. Am Stadtrand von Shariya wohnen laut Verein hunderte Geflüchtete, die keinen Platz in den Flüchtlingscamps gefunden haben, in selbstgebauten Hütten, Lehmhäusern oder in Zelten. Eine verlässliche Infrastruktur gebe es nicht.

Viele der Kinder gehen nicht oder nur sehr sporadisch zur Schule, teilte Zarok mit. Oft sei den Müttern die Notwendigkeit schulischer Bildung, insbesondere in dieser schwierigen Situation, nicht klar. Es gehe Tag für Tag ums Überleben. Deshalb eröffnet im September und im Oktober erneut eine Pop-up-Schule, in der obdachlose Flüchtlingskinder spielen, lernen und in der es Beratungsangebote für die Mütter gibt. Die Schule ermögliche mit wenig Aufwand einen Lernraum, entweder direkt unter freiem Himmel oder in verlassenen Gebäuden. Die Kinder sitzen laut Zarok auf Matten auf dem Boden oder auf mitgebrachten Stapelstühlen, vieles werde improvisiert. Es gebe zwar ein festgelegtes pädagogisches Programm, die Fachkräfte bräuchten jedoch viel Improvisationstalent und Einfühlungsvermögen.

Durchgeführt wird die Schule erneut von der Panaga Organization for Education. Zarok fördert die aktuelle Pop-up-Schule auf den Straßen und Plätzen von Shariya laut eigenen Angaben mit 2200 Euro. Bereits im Dezember 2021 nahmen Vereinsvertreterinnen eine Spende der GHSE in Höhe von 1000 Euro für das Projekt aus verschiedenen Projekten der Schule entgegen. Der Verein bittet um weitere spenden: Zarok e.V., Sparkasse Freiburg/ Nördlicher Breisgau, IBAN: DE48 6805 0101 0013 0691 55 Verwendungszweck: Spende Flüchtlinge.