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Von dpa

Sa, 31. August 2019

Bildung & Wissen

Mini-Hirne im Labor — Admiral oder nicht?

ORGANOIDE

Mini-Hirne im Labor

An Miniatur-Gehirnen im Labor haben Forscher elektrische Aktivitäten gemessen, die ihnen zufolge Hirnströmen frühgeborener Kinder ähneln. Die etwa erbsengroßen Mini-Hirne zeigten demnach ab einem Alter von etwa vier Monaten rhythmische Netzwerkaktivitäten. Die Forscher um Alysson Muotri von der University of California in San Diego (Kalifornien, USA) hatten zahlreiche dreidimensionale Organoide aus speziellen Stammzellen gezüchtet und sie zehn Monate im Labor wachsen lassen. In dieser Zeit entwickelten sich spezialisierte Zellen des Gehirns wie Gliazellen und Nervenzellen.

Die Gruppe sieht solche Organoide als – rudimentäre – Modelle an, mit denen krankhafte Fehlentwicklungen des Gehirns oder die Wirkung von Medikamenten untersucht werden können. Oliver Brüstle vom Universitätsklinikum Bonn nannte die im Fachmagazin Cell Stem Cell erschienene Studie als gute, seriöse Arbeit, die technisch solide gemacht sei. Allerdings stört er sich an der Interpretation, dass die neuronalen Aktivitäten mit denen von Menschen vergleichbar seien: "Mit einer solchen Aussage sollte man sehr vorsichtig sein."

QUIZ ZU DEN ARTEN


Admiral oder nicht?

Tagpfauenauge oder Admiral? In einem Online-Test können Naturfreunde seit Freitag ihr Wissen um Tiere und Pflanzen testen. Die Bildungsumfrage mit dem Spitznamen "Artenpisa" lässt sich unter der Adresse http://www.artenpisa.de aufrufen, teilten der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) und sein Partner Naturgucker mit. Bis zum 8. September können Interessierte in dem rund zehnminütigen Test Tier- und Pflanzenarten nach Fotos bestimmen und weitere Fragen beantworten.