Vorfall am Autobahnzoll

Mann verweigert Grenzkontrolle und schimpft auf Corona-Lüge

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Di, 31. März 2020 um 13:20 Uhr

Rheinfelden

Corona sei eine Lüge und er nicht gezwungen, seinen Ausweis zu zeigen: Ein Mann hat die Beamten am Autobahnzoll in Rheinfelden am Montag einige Nerven gekostet.

Am Montagvormittag kontrollierten laut Mitteilung Kräfte der Bundespolizei im Rahmen der vorübergehend wieder eingeführten Grenzkontrollen die Einreise nach Deutschland am Grenzübergang Rheinfelden-Autobahn.

Gegen 9.45 Uhr erreichte ein Fahrzeug mit Schweizer Kennzeichen die Kontrollstelle, wurde angehalten und sollte kontrolliert werden. Der Beifahrer öffnete hierzu das Fenster zur Hälfte, verweigerte die Herausgabe von Ausweisdokumenten und gab an, dass sowohl die Grenzkontrollen als auch die Corona-Krise eine Lüge wären und er auch ohne sich auszuweisen einreisen dürfe. Auch erneute Aufforderungen blieben erfolglos, weshalb die Fahrerin aufgefordert wurde, auf die Parkposition zu fahren.

Mann griff Fahrerin ins Lenkrad

Dies verhinderte der Mann durch einen Griff ins Lenkrad und wiederholte seine Weigerung und Äußerungen. Dadurch, dass das Fahrzeug die Einreisespur blockierte, musste der Verkehr über die Ersatzspur umgeleitet werden. Auch in der Folge verweigerten die deutschen Staatsangehörigen die Mitwirkung an der Grenzkontrolle, unter anderem schloss der Mann sein Fenster und verriegelte das Fahrzeug, was eine Kommunikation erheblich erschwerte. Gegen 11 Uhr stieg die Frau unerwartet aus dem Fahrzeug aus, wodurch die Beifahrertür geöffnet werden konnte. Nach erneuter Erklärung händigte der Mann deutsche Reisepässe für sich, seine Frau und seinen 17-jährigen Sohn aus.

Aufgrund seines Verhaltens wurde gegen den 58-Jährigen ein Strafverfahren wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet. Auch dabei verweigerte der Mann jegliche Mitwirkung. Nach Abschluss der Maßnahmen wurde der Familie gegen 12.25 Uhr die Weiterreise gestattet.