Rhein

Ruderboot kollidiert zwischen Grenzach-Wyhlen und Basel mit Frachtschiff – eine Tote

hirt/jko/dpa/sda

Von Jonas Hirt, Joshua Kocher, dpa & sda

Di, 14. Januar 2020 um 07:50 Uhr

Basel

Schiffsunglück auf dem Hochrhein: Bei Basel sind am Montagabend ein Frachter und ein Ruderboot zusammengestoßen. Eine Frau kam bei dem Unfall ums Leben.

Nach Angaben von Christoph Socin, Vorsitzender des Basler Ruder-Clubs, hätten vier Frauen in einem sogenannten Doppelvierer am Montagabend eine Trainingsrunde auf dem Rhein gedreht. Das sei nicht unüblich um diese Uhrzeit und würde täglich geschehen.

Keine Angaben zur Identität der toten Frau

Die Frauen seien zunächst flussaufwärts am Uferrand gerudert und hätten dann gewendet. Auf Höhe des Birsfelder Hafens seien sie aus noch nicht geklärten Ursachen von einem Frachtschiff gerammt worden. Laut der Polizei fuhr das Frachtschiff im Bereich des Hafens bergwärts. Der Grund für die Kollision sei bislang unklar. Zuerst hatte das schweizerische Nachrichtenportal 20 Minuten berichtet.
Nach einem Unfall mit einem Frachtschiff ist am Montag eine Ruderin auf dem Rhein bei Basel gestorben. Sie war auf Trainingsfahrt nahe eines Hafenareals. Wie riskant ist das, und welche Regeln gelten?

Eine 52-jährige Frau starb nach dem Zusammenprall, die drei anderen wurden leicht verletzt, konnten sich laut Adrian Gaugler, Pressesprecher der Polizei Basel-Landschaft, ans Ufer retten. Sie alle waren Mitglieder im Basler Ruder-Club, wie Socin gegenüber der BZ bestätigt. Sie seien erfahrene Ruderinnen gewesen.

Zur Identität des Todesopfers gab es zunächst keine näheren Angaben. Dienstagmorgen bestätigte die Polizei Baselland, dass es sich um eine Frau handelt. Unklar ist, ob sie durch den Zusammenprall starb, oder ertrank. Sie wurde wenig später am Birsfelder Kraftwerk gefunden.



Ähnlicher Vorfall vergangenen März

Der Zusammenstoß hat sich laut Gaukler gegen 19.15 Uhr ereignet. Wenn Ruderer in der Dämmerung unterwegs sind, müssen die Boote laut dem Deutschen Ruderverband mit der "von den örtlichen Schifffahrtsbehörden vorgeschriebenen Beleuchtung ausgerüstet sein."

Laut Gaugler ist das Rudern an der Stelle im Rhein grundsätzlich gestattet. Vergangenen März kam es weiter östlich zu einem ähnlichen Vorfall. Auf Höhe von Grenzach-Wyhlen und Muttenz stieß ein Frachter mit einem Ruderboot zusammen. Die beiden Ruderer konnten rechtzeitig mit leichten Blessuren gerettet werden.