RWE nutzt Gasumlage nicht

dpa

Von dpa

Fr, 12. August 2022

Wirtschaft

Konzern trägt Kosten selbst.

Der Energiekonzern RWE will die geplante Gasumlage zur Rettung systemrelevanter Gasimporteure nicht für sich in Anspruch nehmen. "RWE ist ein finanzstarkes und robustes Unternehmen. Wir erwägen daher, bis auf Weiteres darauf zu verzichten, unsere Verluste aus der Gasersatzbeschaffung für diese Umlage geltend zu machen", sagte Vorstandschef Markus Krebber bei der Vorlage der Halbjahreszahlen in Essen.

Seit Russland seinen Gas-Lieferverpflichtungen nicht mehr in vollem Umfang nachkommt, muss auch der Energiekonzern RWE Gas woanders zukaufen. Über die erwartete Höhe der Verluste machte Krebber keine Angaben. Deren Höhe werde davon abhängen, wie viel Gas noch aus Russland komme. "Es geht hier schon um einen relevanten Betrag", sagte Krebber. Der Vorstandschef bezeichnet es als "richtige Lösung", dass die Gasumlage von den Gaskunden getragen werden soll. "Denn das gibt natürlich einen Anreiz durch die dann steigenden Gaspreise, weiterhin Gas einzusparen."

Die Umlage soll ab Anfang Oktober greifen und Gasimporteuren wie Uniper zugutekommen, die zu hohen Preisen Ersatz für ausbleibende Gasmengen aus Russland kaufen müssen. Die Höhe der Umlage soll am kommenden Montag bekanntgegeben werden.