Naturalie

Salatgemüse Radicchio enthält wertvollen Bitterstoff

Claudia Füßler

Von Claudia Füßler

Mi, 10. Juli 2019 um 18:13 Uhr

Gesundheit & Ernährung

Dem Darm etwas Gutes tun: Radicchio enthält zahlreiche Nährstoffe, die sich positiv auf die Gesundheit auswirken können. So bereitet man ihn am besten zu.

Achtung, der Name täuscht: Was wie ein heißblütiger Italiener klingt, ist zwar tatsächlich ein Italiener, aber alles andere als heißblütig. Seine Stärke bezieht der Radicchio nämlich nicht aus feurigen Nuancen, sondern einem Bitterstoff. Das hat er mit seinem Bruder Chicorée – beide gehören zu den Zichorien – gemeinsam.

Nährstoffe schützen vor frühzeitiger Alterung

Bis in die 80er Jahre hinein stammte der hier erhältliche Radicchio aus Italien, danach kultivierte man das Salatgemüse auch hierzulande. Besonders beliebt ist die Sorte Rosso di Chioggia: weinrote Blätter an weißen Blattstielen.

Salate der Zichoriengruppe enthalten besonders viele Nährstoffe. Vor allem B-Vitamine und Vitamin C gönnt man sich mit einer Portion Radicchio, außerdem unterstützt eine dicke Portion Vitamin Betacarotin die Sehkraft. Die rote Farbe der Blätter verrät den hohen Gehalt an Anthocyanen. Diese schützen unsere Körperzellen vor schädlichen Einflüssen und vorzeitiger Alterung. Der Bitterstoff Lactucopikrin, früher bekannt unter dem namen Intybin, stimuliert die Produktion von Verdauungssäften und sorgt so für ein entspanntes Ambiente in Magen und Darm. Neueren Untersuchungen am Tiermodell zufolge kann er wohl auch schmerzstillend wirken.

Wirkung entfaltet sich roh am besten

Zum herben Radicchio passt am besten ein Dressing aus Essig und Ahornsirup, auch Beeren im Salat gleichen den Bitterstoff gut aus. Der wirkt übrigens am besten, wenn man den Radicchio roh verzehrt. Wer’s weniger bitter mag, dünstet die Blätter.