Sauerstoffgeräte, Medikamente und Masken

afp

Von afp

Mi, 28. April 2021

Ausland

Hilfe für Indien gestartet.

Die internationale Hilfe zur Überwindung der katastrophalen Corona-Lage in Indien ist angelaufen: Als erste Hilfslieferung trafen am Dienstag hundert Beatmungsgeräte und 95 Sauerstoffkonzentratoren aus Großbritannien ein, wie das Außenministerium in Neu Delhi mitteilte. Die internationale Hilfe, an der sich auch Deutschland beteiligt, soll Indiens Krankenhäuser entlasten, in denen es an Betten und Sauerstoff für Covid-19-Patienten fehlt. Derweil verhängen immer mehr Länder Einreisebeschränkungen gegen Indien.

Diese Woche sollen aus Großbritannien neun Flugzeug-Containerladungen mit 495 Sauerstoffkonzentratoren sowie 120 Geräten für nicht-invasive Beatmung und 20 Geräten für die manuelle Beatmung in Indien eintreffen. Auch die USA, Kanada und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben Hilfslieferungen angekündigt. Die EU-Kommission kündigte am Dienstag Hilfe für die kommenden Tage an. Geliefert würden über den EU-Katastrophenschutzmechanismus dringend benötigter Sauerstoff, Medikamente und Ausrüstung. Demnach gibt es bisher Hilfsangebote aus den sechs EU-Ländern Irland, Belgien, Rumänien, Luxemburg, Portugal und Schweden. Weitere Zusagen würden demnächst unter anderem aus Deutschland und Frankreich erwartet.

Die Bundesregierung will Indien mit Beatmungsgeräten, Anlagen zur Sauerstofferzeugung, Medikamenten und Masken helfen. Eine erste Hilfslieferung werde "in den nächsten Tagen" auf den Weg gebracht, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes am Dienstag in Berlin. Das ohnehin schlecht ausgestattete Gesundheitssystem Indiens steht angesichts der rapide steigenden Infektionszahlen vor dem Zusammenbruch.