Hass auf Breitnau?

Schon der fünfte Sabotageakt in Breitnauer Kultur- und Sporthalle

Peter Stellmach

Von Peter Stellmach

Do, 25. Juni 2020 um 15:43 Uhr

Breitnau

Zum fünften Mal ist auf die Kultur- und Sporthalle Breitnau ein Sabotageakt verübt worden. Mehr als 200.000 Euro Sachschaden sind für die Gemeinde insgesamt entstanden. Und noch immer keine Spur vom Täter.

Bereits zum fünften Mal ist auf die Kultur- und Sporthalle Breitnau ein Sabotageakt verübt worden. Mehr als 200.000 Euro Sachschaden sind insgesamt für die Gemeinde entstanden, sagt Bürgermeister Josef Haberstroh.

Der neueste Vorfall ereignete sich zwischen dem 16. und 21. Juni. Der Täter gelangte nach Polizeiangaben auf noch nicht geklärte Weise ins Gebäude und öffnete den Ablauf des Hallenbads. Der Schwimmmeister wurde bei einer Routine-Prüfung aufmerksam und schloss die Ventile, sodass es bei einem Schaden in Höhe von 500 Euro blieb. Wäre das Becken leergelaufen, wäre ein hoher Sachschaden an den Umwälzpumpen die Folge gewesen.

Der Bürgermeister glaubt, der Täter sei ein Breitnauer

Der Polizeiposten Hinterzarten hofft auf Hinweise. Das hofft auch Bürgermeister Haberstroh. Er geht vom immer selben Täter aus und davon, dass er ein Breitnauer ist, denn man müsse sich auskennen. Ihn treibt die Sorge um den Dorffrieden um, wenn die Straftaten Misstrauen schüren. Nicht zuletzt müsse man fragen, wozu jemand, offensichtlich von Hass getrieben, noch fähig sein kann.

Der erste Sabotageakt ereignete sich am 13. Januar 2019, als über einen Wasserhahn im Stuhllager die Halle geflutet wurde und danach der Boden komplett erneuert werden musste. Beim zweiten Mal wurde ein Spülmaschinenanschluss in der Küche aufgedreht, beim dritten Mal bei einem Putzausguss beim Sportlereingang das Wasser laufengelassen. Für den vierten Wasserschaden sorgte eine Manipulation der Lüftungsanlage. Dazu kam am 15. November 2019 das Buttersäureattentat auf Haberstrohs Auto.
Hinweise nimmt der Polizeiposten Hinterzarten unter 07652/91770 entgegen.

Mehr zum Thema: