Porträt

Schreinermeister geht nach 48 Jahren bei einer Schopfheimer Firma in Rente

Edgar Steinfelder

Von Edgar Steinfelder

Mi, 10. August 2022 um 09:04 Uhr

Schopfheim

Weil der Werkstoff Holz ihn fasziniert hat, wurde Manfred Keller Schreiner. Jetzt wurde er nach fast 50 Jahren von seiner Schopfheimer Firma in den Ruhestand verabschiedet.

Auch solche positiven Ausnahmen gibt es noch in unserer schnelllebigen Zeit: Schreinermeister Manfred Keller aus Tegernau wurde nach 48 Arbeitsjahren bei der Schopfheimer Firma Itzin Schreinerei und Fensterbau in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. "Für mich ist das allerdings nichts Ungewöhnliches, dass ich mein ganzes Berufsleben in ein und dem selben Betrieb gearbeitet habe. Ich war immer zufrieden und hatte niemals einen Grund, zu wechseln", sagt der bescheidene, frischgebackene Rentner.

Nachdem Manfred Keller die einjährige Holzfachschule in Schopfheim absolviert hatte, entschied er sich, ab 1974 eine Schreinerlehre bei der Schopfheimer Firma Itzin anzutreten. "Das war schon immer mein Berufswunsch, denn auch mein Vater war schon Schreinermeister und Fensterkonstrukteur", erzählt der Rentner.

Mit dem Werkstoff Holz arbeiten zu dürfen, habe ihn auch in der Lehrzeit total fasziniert. Und Weiterbildung wurde bei ihm immer groß geschrieben. So sei es klar gewesen, dass er nach der abgeschlossenen Ausbildung und der Gesellenprüfung nach einigen Jahren die Meisterschule besuchte und schon 1982 bei der Handwerkskammer Freiburg die Meisterprüfung als Schreinermeister mit Erfolg abschließen konnte.

Manfred Keller freut die Wertschätzung der Kunden

"Meine Arbeit in der Firma Itzin wurde nicht nur von der Geschäftsführung, sondern auch von den Kunden wertgeschätzt", erzählt Manfred Keller. Schließlich habe er auch anspruchsvolle Arbeiten, wie die Möbel- und Fensterkonstruktion ausführen dürfen. So habe er sich immer gefreut, wenn er von manchen Stammkunden persönlich angefordert worden sei. Sogar einige Dankschreiben der Kundschaft habe er entgegen nehmen dürfen. Zu seinem Tätigkeitsfeld gehörten die Bedienung der CNC-Maschinen, Fertigung und Einbau von Möbeln, Türen, Decken und Böden, Trennwänden und Sonnenschutz sowie die Konstruktion und der Einbau von Fenstern.

Pläne für den Ruhestand hat Manfred Keller noch nicht

Bei der Verabschiedung von Manfred Keller in den Ruhestand würdigten auch der Schopfheimer Bürgermeister Dirk Harscher sowie die Geschäftsführer der Firma Hans und Bernd Itzin die herausragenden Verdienste und die Treue zum Unternehmen in den 48 Jahren seiner Tätigkeit. "Ich werde meinen Ruhestand ganz einfach genießen, ohne große Pläne zu schmieden", erzählt Manfred Keller. Schließlich sei er ja auch noch aktives Mitglied in der Tegernauer Feuerwehr. Und als Feuerwehrmann sei er auch schon einige Jahrzehnte im Einsatz. So sei er schon im Gründungsjahr der Jugendfeuerwehr Hausen als Jugendlicher beigetreten und nach mehreren Jahren Feuerwehrdienst in Hausen sei er nach seinem Umzug ins eigene Haus in Tegernau auch für die Tegernauer Feuerwehr im Einsatz.