Schulhaus soll bleiben

Heinz Vollmar

Von Heinz Vollmar

Mi, 15. September 2021

Rheinfelden

Ortschaftsrat positioniert sich zur Kindergartenbedarfsplanung und zum historischen Schulgebäude .

. Der Ortschaftsrat Herten schließt sich fraktionsübergreifend dem Vorschlag der Verwaltung an, das Osypka-Kinderhaus aufzustocken. In der Konsequenz sieht sich der Ortschaftsrat jedoch auch in der Verantwortung, das historische alte Schulhaus als prägendes und geschichtsträchtiges Gebäude zu erhalten.

Die Stadt Rheinfelden braucht dringend mehr Betreuungsplätze. Im Rahmen der Bedarfsplanung vom Frühjahr sollten Ausbauoptionen überprüft werden, unter anderem die Einrichtung einer neuen Kita mit 70 Plätzen im alten Hertener Schulhaus. Noch im November hatte der Ortschaftsrat in einem Grundsatzbeschluss die Verwaltung um die Prüfung dieser Option gebeten, auch mit Blick auf die Historie des Gebäudes. Nun aber hat sich der Ortschaftsrat für die Erweiterung des Osypka-Kinderhauses um 20 Plätze ausgesprochen.

Ein entsprechendes Positionspapier verlas in der Sitzung am Montag Nico Kiefer (SPD) für alle Fraktionen. Darin heißt es unter anderem, dass der Ortschaftsrat dennoch das alte Schulgebäude gern als Kitastandort gesehen hätte, zumal dort auch eine weitere Entwicklung durch den Anbau für künftige zusätzliche Kitaplätze möglich gewesen wäre. Diese Option bestehe jedoch bei der Aufstockung der Osypka-Kita nicht. Trotz der schwierigen Haushaltslage sei man jedoch aufgrund des Versorgungsauftrags in der Pflicht, schnellstmöglich zusätzliche Kita-Plätze zu schaffen. Daher halte man die Aufstockung der Osypka-Kita für die wirtschaftlichste und am schnellsten zu realisierende Lösung.

Als alternativlos bezeichnet der Ortschaftsrat den Erhalt des alten Schulhauses, weil dieses bis zur Realisierung eines Neubaus der Scheffelhalle auch von Hertener Vereinen genutzt wird. Absehbar sei auch kein neuer Standort für den Jugendkeller Morgenrot. Erfreut zeigt sich der Ortschaftsrat daher über die geplante Dachsanierung für das alte Schulhaus, wofür im Haushalt 2022 Mittel eingestellt wurden. Somit könne langfristig bei weiter steigendem Bedarf an Kitaplätzen dieser Standort wieder als Möglichkeit in Betracht gezogen werden.

Hinsichtlich des Gesamtareals der alten Hauptschule, das Eigentum der Stadt ist, spricht sich der Ortschaftsrat dafür aus, dieses nicht vorschnell einer Verwertung auf dem freien Markt zuzuführen. Anstatt dessen sollte für das gesamte ehemalige Hauptschulareal ein zukunftsfähiges und bedarfsgerechtes Konzept für eine Nutzung entwickelt werden.