Zweieinhalb Jahre Bauzeit

Spatenstich für das Elternhaus an der neuen Freiburger Kinderklinik

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Fr, 30. Oktober 2020 um 11:32 Uhr

Freiburg

Der Neubau des Elternhauses soll 2022 fertig sein und 14 Millionen Euro kosten. Der Förderverein für krebskranke Kinder finanziert ihn mit Spenden.

Sieben Jahre Planung, zweieinhalb Jahre Bauzeit und rund 14 Millionen Euro Baukosten – das neue Elternhaus bei der Kinder- und Jugendklinik in Freiburg ist das größte Projekt in der 40-jährigen Geschichte des Fördervereins für krebskranke Kinder. Mit dem Spatenstich hat nun die Bauphase begonnen. Bis 2022 entstehen auf dem Gelände des Universitätsklinikums, nur wenige Schritte von der neuen Kinderklinik entfernt, 45 Elternzimmer. Das Elternhaus soll Eltern während der Behandlungszeit ein Stück Normalität ermöglichen, während sie zugleich Tag und Nacht in der Nähe ihres kranken Kindes sind, so der Förderverein.

Charlotte Niermeyer: "Ohne Eltern geht es nicht"

Das neue Elternhaus ist nötig, weil die neue Kinderklinik zu weit entfernt ist, als dass das bisherige – mit rund 19 000 Übernachtungen pro Jahr – weiter hätte betrieben werden können, so der Förderverein. Die Baukosten sollen mit Spenden finanziert werden. "Damit das neue Elternhaus für die Familien zur zweiten Heimat wird, haben wir über jeden Raum, jede Funktion und jede noch so unscheinbare Ecke nachgedacht", erklärt Johannes Bitsch vom Vorstand. "Nun freuen wir uns darauf, das neue Elternhaus wachsen und sich entfalten zu sehen."

"Wir wissen, wie belastend die Therapien der Kinder auch für ihre Eltern sind", betont Charlotte Niemeyer, Ärztliche Direktorin der Kinderklinik. "Unsere Aufgabe ist deshalb, auch die Elterngesundheit im Blick zu haben. Ohne Eltern geht es nicht – deshalb auch das Elternhaus." Klinikchef Frederik Wenz und Baubürgermeister Martin Haag gratulierten dem Förderverein und drückten ihren Dank und ihre Anerkennung für das große Engagement des ehrenamtlichen Vorstands aus.