Stickelberger setzt sich für Tram 8 Plus ein

Hannes Lauber

Von Hannes Lauber

Mi, 21. Oktober 2020

Weil am Rhein

Land soll Tramkauf fördern.

(nn). Die Verlängerung der Weiler Tramlinie 8 bis zum Läublinpark hat gute Aussichten, als A-Projekt in die vierte Runde des Schweizer Agglomerationsprogramms aufgenommen zu werden. Das meint der Geschäftsführer von Agglo Basel, Patrick Leypoldt. Eine Offenlage sei jüngst ohne nennenswerte Einwände zu Ende gegangen. Kommenden Sommer werde man das Vorhaben nun als A-Projekt zusammen mit zahlreichen anderen Vorhaben beim Schweizer Bund in Bern anmelden.

Die Prüfung durch die Bundesbehörden soll bis Mitte 2022 dauern. Eine Entscheidung des Schweizer Parlaments wird für 2023 erwartet, so dass man bei positivem Beschluss 2024 mit dem Bau der Tramverlängerung beginnen könnte.

Unterstützend hat auch das Land Baden-Württemberg einen Investitionskostenzuschuss für den Bau der Strecke zugesagt. Allerdings werden auch erhebliche zusätzliche Betriebskosten anfallen, über deren Finanzierung sich die Stadt Weil am Rhein und die Basler Verkehrsbetriebe verständigen müssen. So wird es für die längere Strecke nötig sein, eine weitere Tram zu beschaffen. Da die Stadt Weil am Rhein das jedoch nicht wird finanzieren können, hat sich nun der Landtagsabgeordnete Rainer Stickelberger unterstützend eingeschaltet und bei Verkehrsminister Winfried Herrmann dafür eingesetzt, dass der Ankauf des Schienenfahrzeugs über das Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz gefördert wird, das solche Anschaffungen vorsieht.

Gute Gründe gibt es aus Stickelbergers Sicht genug: Die Tram 8 sei ein erfolgreiches Leuchtturmprojekt für die Dreiland-Region. Die geplante Verlängerung würde ein zusätzliches Einzugsgebiet von 15 000 Menschen abdecken und mithin nicht nur den öffentlichen Nahverkehr stärken, sondern voraussichtlich auch den motorisierten Individualverkehr und damit die CO2-Belastung reduzieren. Die dann mögliche Einrichtung von Fahrradspuren wäre ein zusätzlicher Beitrag zum Klimaschutz.