BZ-Serie Teil 3A

Der Dialekt reist mit: Warum wir hinziehen, wo wir hinziehen

Julia Jacob

Von Julia Jacob

Mo, 13. August 2012 um 09:55 Uhr

Südwest

Nichts erklärt das Umzugsverhalten der Deutschen so gut wie ihr Dialekt – das behauptetAlfred Lameli vom Forschungsinstitut für deutsche Sprache der Universität Marburg behauptet. Wieso eigentlich? Ein Interview.

BZ: Herr Lameli, ein Bayer in Hamburg, kann das denn gut gehen?
Alfred Lameli: Sicher. Der Bayer spricht ja wahrscheinlich nicht nur bayerisch, sondern auch Standarddeutsch.

BZ: In einer Studie, die sich mit Dialekt und Mobilität beschäftigt, stellen Sie jedoch die These auf, dass Menschen gerne dahin ziehen, wo ein Dialekt gesprochen wird, der ihrem eigenen ähnelt.
Lameli: Bei dieser Studie ging es darum zu erklären, nach welchen Faktoren Migration in Deutschland gesteuert ist. Unsere Annahme war, dass bei der Frage, wo es uns hinzieht, auch Kulturräume eine Rolle spielen. Wie wir herausgefunden haben, sind Dialekte das wahrscheinlich beste Mittel, um diese Räume abzubilden.

BZ: Wie kommen Sie zu diesem Schluss?
Lameli: Wir haben zunächst sprachliche Ähnlichkeiten zwischen einzelnen Landkreisen berechnet ...

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