Es bebt ein Vaterunser lang

Sarah Beha

Von Sarah Beha

Sa, 28. April 2018

Südwest

BZ-Plus Forscher des Landeserdbebendienstes haben sich auf die Suche nach historischen Erdbeben begeben /.

Eben gleüch zwischen 9 und 10 Uhren hat sich ein ohngewohnlicher starckher Erdbidem angemeldet, welcher daß ganzte Rathhauß Erschüttet, daß Thür, Fenster und Booden geschüttert, und alß sonsten das Rathhauß baufällig, man des Einstürtzens halben in vollem Schreckhen geweßen. Eß hat sich aber nachmittag, zwischen 4 und 5 Uhr, ein weith häftigeres Erdbidem eingefunden und etwan eins Vatterunsers lang gewähret [... ].

Mit diesen Worten beschreibt der Stadtschreiber von Endingen ein Erdbeben, das sich am 3. August 1728 zugetragen haben soll. Was der Mann damals einen großen Schrecken genannt hatte, entpuppt sich ein paar Jahrhunderte später für einen Leser als großes Glück. "Als ich diesen Eintrag gefunden habe, habe ich einen kleinen Freudentanz aufgeführt", erzählt Uwe Braumann.

Der Historiker hat sich viereinhalb Jahre lang auf die Suche nach alten Berichten über Erdbeben in Baden-Württemberg begeben – im Auftrag des Landeserdbebendienstes und mit finanzieller Unterstützung des Landes. Ein Historiker auf der Suche nach Erdbeben? Was zunächst nach einer merkwürdigen wissenschaftlichen ...

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