Rheintalbahn

"Lieferprobleme bei neuen Zügen": Verkehrsministerium verteidigt den befristeten Wegfall von Halten

Otto Schnekenburger

Von Otto Schnekenburger

Mi, 24. Juni 2020 um 15:27 Uhr

Südwest

Seit kurzem halten die Regionalzüge im Rheintal etwas seltener als bisher, besonders Köndringen und Gundelfingen sind betroffen. Das Land begründet nun den bis November geltenden Fahrplan.

In einem offenen Brief an die betroffenen Bürgermeister verteidigte jetzt das Landesministerium für Verkehr das Ersatzkonzept, das auf der Rheintalbahn seit dem 14. Juni gilt und noch bis zum 31. Oktober gelten soll. Generell habe es zum Fahrplanwechsel ein neues Betriebskonzept gegeben, das zahlreiche Verbesserungen und rund 40 Prozent mehr Zugkilometer beinhalte. So sei auch der Einsatz neuer Fahrzeuge geplant gewesen, hier liegt aber der Grund für den Wegfall einzelner Halte (zum Beispiel acht in Köndringen und sieben in Gundelfingen), der bei Pendlern und bei den Rathauschefs für Unmut sorgte. Nicht alle Züge des Typs "Mireo" seien vom Hersteller Siemens rechtzeitig ausgeliefert worden, zudem stocke die Personalausbildung bei DB Regio auf dem neuen Fahrzeugtyp. So habe man sich mit dem Einsatz der bekannten Lok-Wagen-Züge mit Doppelstockwagen behelfen müssen, die eine schlechtere Beschleunigung als die Mireo-Triebzüge besitzen. Und um auf der stark belasteten Rheintalbahn den Fahrplan einhalten zu können, habe man sich für den Entfall von Halten entschieden. Das Ministerium betont aber die zeitliche Begrenzung der Maßnahme bis zur Lieferung der Firma Ende Oktober.