Ablehnung im Großen Rat

Uni Basel bekommt keine fixe Frauenquote

sda

Von sda

Do, 22. Oktober 2020 um 14:45 Uhr

Basel

Das Basler Parlament spricht sich gegen eine 50-Prozent-Quote für Professorinnen an der Universität Basel. Der Vorstoß der Sozialdemokraten wird nicht an die Regierung weitergegeben.

Der Basler Große Rat sprach sich am Mittwoch gegen eine 50-Prozent Quote für Professorinnen an der Universität Basel aus. Das Kantonsparlament hat die Überweisung des entsprechenden parlamentarischen Vorstosses der Sozialdemokratische Partei der Schweiz (SP) an die Regierung mit 46 gegen 42 Stimmen abgelehnt. Der Vorstoß forderte, dass die Trägerkantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft verbindlich festlegen sollten, dass der Anteil der Professorinnen in den kommenden Jahren auf zunächst 30 und in 15 Jahren auf 50 Prozent gesteigert werden solle.

Die bürgerlichen Fraktionen befürchteten, mit einer starren Quote werde die Berufung von fachlich hochkarätigen Professuren erschwert, was der Reputation der Universität schaden könnte. Bereits jetzt habe die Universität die selbstauferlegte Linie, bei gleichwertigen Kandidaturen die weibliche zu bevorzugen.

Die Sprecherinnen und Sprecher der SP und des Grünen Bündnisses wiesen auf die anhaltend tiefe Vertretung der Frauen in den Fakultäten hin. Sie reiche von einem Drittel bei Neuberufungen in der Philosophisch-Historische und der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät bis zu einem Anteil von weniger als 20 Prozent bei der Philosophisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät.