Urnengräber und ein neues Erdrasenfeld

Benedikt Sommer

Von Benedikt Sommer

Do, 08. Oktober 2020

Freiamt

Friedhof in Ottoschwanden.

Der Friedhof Ottoschwanden erhält ein weiteres Urnengrabfeld und erstmals Raum für Erdrasengräber. Dies beschloss der Freiämter Gemeinderat am Dienstag.

Die Bestattungskultur verändert sich, die Nachfrage nach Urnenbestattungsplätzen steigt nach wie vor. Inzwischen seien mehr als 60 Prozent der Bestattungen in Freiamt Urnenbegräbnisse, betonte Bürgermeisterin Hannelore Reinbold-Mench. Wobei bei dieser Rechnung der Bestattungswald noch gar nicht berücksichtigt sei. Nachdem die Plätze auf dem Urnengrabfeld des Friedhofs Ottoschwanden nahezu alle belegt sind, beschloss der Gemeinderat in seiner Sitzung die Anlage eines weiteren Urnengrabfelds. Das neue Urnengrabfeld soll spiegelbildlich zum bestehenden, 2012 konzipierten, Urnenfeld angelegt und mit sechs Stelen versehen werden.

Erdrasengräber können auch anonym angelegt werden

Bereits bei der Anlage des Bestattungswalds sei aus der Bevölkerung die Nachfrage nach Erdrasengräber formuliert worden, so die Bürgermeisterin. Hierbei handelt es sich um Grabstellen für Erdbestattungen, deren Pflege aber vom Bauhof übernommen wird. In der Regel ist der Ankauf eines Erdrasengrabs mit höheren Kosten verbunden, als bei einem Reihengrab oder einem Wahlgrab. Die Folgekosten sind jedoch geringer. Erdrasengräber können anonym oder mit einer bodentief verlegten Gedenktafel angelegt werden. Über die genauen Regelungen in Freiamt wird jedoch erst entschieden. Die Erdrasengräber könnten auf dem aktuellen Grabfeld 6, neben dem Friedhofseingang von der L 110 her oder im oberen Bereich Richtung Mußbach Platz finden. Auch diesem Antrag stimmte der Rat einstimmig zu. Der Raum sei da, und damit erweitere die Gemeinde ihr Angebot, so Rudolf Ecker (SPD). Ziel müsse es sein, dass der Friedhof nicht verwaise. Über die Platzierung soll der Bauausschuss entscheiden.