Wachstumsrisse und Duft

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Von dpa

So, 19. Juli 2020

Gastronomie

Der Sonntag Reife Zuckermelonen sind an ganz einfachen Qualitätsmerkmalen zu erkennen.

Für Desserts, Smoothies oder als Schiffchen mit herzhaftem Serranoschinken umwickelt: Zuckermelonen haben – das sagt schon der Name – ein paar Kalorien mehr unter der Schale als zum Beispiel die klassischen Wassermelonen. Aber sie sind ideal für die leichte Sommerküche, weil sie erfrischend, aromatisch und saftig sind. Und gesund sind sie außerdem, weil sie einen hohen Anteil an Vitamin A und C aufweisen.

Zuckermelonen versüßen uns den Sommer. Doch auf welche Qualitätsmerkmale sollte man beim Kauf achten?

"Wenn sich der Stiel einer Netzmelone ablöst, ist das ein Zeichen für beginnende Reife", erklärt Ulrike Bickelmann von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung. Ein weiteres Reifemerkmal der kugelrunden Melone mit dem rauen Netz sei, wenn die gegenüberliegende Seite des Stiels stark durch die Schale duftet. Doch Bickelmann warnt: "Die Netzmelone darf niemals am "Äquator" (sprich in der Mitte der Melone) zu weich sein." Einem Football ähnelt die Piel de Sapo. Sie fällt durch ihre grüne runzlige Schale auf, weshalb die Spanier die Futoromelone auch "Krötenhaut" nennen. "Sie entsteht durch Wachstumsrisse. Je mehr sie davon hat, umso besser ist und schmeckt sie", weiß Bickelmann.

Das verspricht ein weißes saftiges Fruchtfleisch und eine dünne Schale. Fühlt sich die Melone allerdings weich an, sollte man die Hände davon lassen: "Dann gärt sie schon", so die Fruchtexpertin.

Bei der klassischen Honigmelone lässt sich von außen nur schwer sagen, ob sie reif ist. "Ein guter Händler muss eine aufschneiden und sollte kosten lassen", sagt Bickelmann.