Alltagswissen

Warum brüten Störche häufig auf Kirchtürmen oder Hochspannungsmasten?

Henrike Berkefeld

Von Henrike Berkefeld

Fr, 02. April 2021 um 00:00 Uhr

Umwelt & Natur

"Störche haben schon immer sehr nahe mit dem Menschen zusammengelebt, denn sie sind sogenannte Kulturfolger", erklärt Andrea Flack vom Max-Planck-Institut für Ornithologie in Radolfzell.

Wie Stubenfliegen, Silberfischchen, Hausratten oder Rabenkrähen profitieren sie von den Menschen und der Kulturlandschaft: Störche suchen auf frisch bearbeiteten Feldern oft in größeren Gruppen ihre Nahrung. Flack: "Deswegen finden wir Storchennester auch oft in kleineren Dörfern, die von Feldern umgeben sind."

Und warum nisten sie meist auf den höchsten Bauten? "Das liegt daran, dass der Storch gern sein Nest sehen will, wenn er Nahrung sammelt", so die Ornithologin. Während der Brutzeit halten sie sich meist in einem Radius von zwei bis vier Kilometern von ihrem Nest auf. Denn so können sie das Nest oder die Jungstörche vor anderen Störchen verteidigen.

Wenn Störche nicht auf menschengemachten Bauwerken brüten, bauen sie ihre Nester auf Bäumen. "Doch das kommt nur sehr selten vor", sagt Andrea Flack.

Noch Fragen? Fragen Sie nur! Per E-Mail an fragen@badische-zeitung.de