Erklär’s mir

Warum gilt Gorbatschow als Mann des Friedens?

Ines Alender

Von Ines Alender

Do, 01. September 2022 um 00:00 Uhr

Erklär's mir

Michail Gorbatschow war ein russischer Politiker. Von März 1990 bis Dezember 1991 war er Präsident der Sowjetunion.

So hieß damals ein großer Staat in Osteuropa, der sich bis nach Zentral- und Nordasien erstreckte. Bereits in den 1980er-Jahren setzte sich Gorbatschow für mehr Offenheit und eine modernere Politik ein. Gorbatschow bekannte sich zu den politischen Fehlern und Verbrechen seiner Partei, der Kommunistischen Partei der Sowjetunion. 1988 gestand Gorbatschow den Ländern in der Sowjetunion zu, dass sie ihre Staatsform künftig selbst bestimmen können. Das führte 1989 zu friedlichen Revolutionen in Osteuropa und zum Ende des Kalten Krieges – also dem Konflikt zwischen dem Westen und dem Ostblock. Gorbatschow gab in der Folge auch seinen Widerstand gegen die deutsche Wiedervereinigung auf. Am Ende zerfiel die Sowjetunion und es entstanden mehrere Staaten, Russland und die Ukraine zum Beispiel. Gorbatschow starb am Dienstag im Alter von 91 Jahren.