Schlaues Alltagswissen

Warum kleben Spinnen nicht am eigenen Netz fest?

Claudia Füßler

Von Claudia Füßler

Sa, 16. Februar 2019 um 16:59 Uhr

Umwelt & Natur

Es ist ein Balance-Akt – im wahrsten Sinne des Wortes –, doch er funktioniert. Damit eine Spinne nicht am eigenen Netz kleben bleibt, hat sie vorgesorgt:

Mit verschiedenen Drüsen produziert die Spinne unterschiedliche Fäden – und nicht alle sind klebrig. "Bei den Radnetzen zum Beispiel ist nur die sogenannte Fangspirale klebrig, nicht aber die Speichen, die das Gerüst des Netzes bilden", sagt Volker Nehring, Biologe an der Universität Freiburg.

Die Spinne kann also einfach über die Fäden laufen, die nicht klebrig sind. Tritt sie aus Versehen doch mal daneben, schützen ihre Füße sie vorm Festkleben. Die sind nämlich mit dichten Härchen besetzt. "Die Spinne steht mit ihren haarigen Füßen nur auf der Oberfläche der Leimtropfen", sagt Nehring.

"Im Gegensatz dazu fliegt die Beute mit Schwung ins Netz, taucht also in die Leimtropfen ein und verheddert sich zusätzlich noch in weiteren klebrigen Fäden", so Nehring. Doch selbst dann könnten sich wohl viele Insekten noch retten, wenn sie nicht schnell von der Spinne überwältigt würden.

Noch Fragen? Fragen Sie nur! Per E-Mail an fragen@badische-zeitung.de