BZ-Serie zum Gemüse

Was macht die Faszination alter Gemüsesorten aus?

regi, pk

Von regi & pk

Mo, 26. Oktober 2015 um 09:44 Uhr

Gesundheit & Ernährung

Vom Guten Heinrich bis zur Haferwurz: Viele alte Gemüsesorten sind verschwunden, weil sie als hässlich gelten oder bei der Ernte zu kompliziert sind. Doch ihr Geschmack ist toll. Und kommt an.

Guter Heinrich, Gartenmelde, Tondo di Chioggia, Palmkohl, Erdbeerspinat, Knollenziest, Haferwurz – alles Namen von Gemüsesorten, die früher regelmäßig auf den Teller kamen, lange Zeit aber fast vergessen waren. Sie werden wieder von Landwirten und Gärtnern kultiviert und von Liebhabern entdeckt.

Die alten Sorten verschwanden, weil sie nicht rentabel, nicht transportfähig oder lagerfähig, zu anfällig für Krankheiten, zu hässlich oder maschinell schwer zu ernten und verarbeiten waren. Weil sie zu knubbelig sind wie das Bamberger Hörnchen, weil ihr Strunk zu lang ist wie beim Stuttgarter Spitzkraut, weil die Ernte zu aufwendig und der Ertrag zu gering ist wie bei der Alblinse, weil die Kriegsgeneration von Rüben nichts mehr hören, geschweige denn essen wollte, weil sie einen längeren Transport nicht überstehen wie die Berner Rose.

Ihre Nachfolger, die neuen, ertragreichen Hybriden, wurden auf Haltbarkeit, industrielle Erntemöglichkeit, optische Makellosigkeit und Ertrag gezüchtet. Einheitstomaten, normierte Gurken, Salatköpfe, deren Samen in Australien vermehrt werden, die in Form und Größe so identisch ...

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