Wasser und Straßenlaternen

Claudia Renk

Von Claudia Renk

Fr, 13. September 2019

Bernau

Gemeinderat Bernau stimmt ab.

BERNAU. Der Wasserpreis in Bernau soll steigen. Das beschloss der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung. Ab dem 1. Januar wird der Kubikmeter statt bisher 90 Cent einen Euro kosten.

Rechnungsamtsleiter Martin Haarbeck hatte dem Gremium zunächst einen Überblick über die Entwicklung des Regiebetriebs Wasserversorgung gegeben. Dieser, so Haarbeck, habe in den vergangenen Jahren regelmäßig ein negatives Ergebnis erwirtschaftet. Daraufhin war die Wasserverbrauchsgebühr zum 1. Januar 2017 von 72 Cent auf 90 Cent erhöht worden. Dadurch hatte sich das Defizit bis 2018 von rund 51 000 Euro auf rund 24 000 Euro reduziert.

Kostendeckend, so hatte Haarbeck errechnet, könnte die Wasserversorgung mit einer Gebühr von 1,15 Euro pro Kubikmeter betrieben werden. Allerdings würde das Finanzamt dann die erwirtschafteten kalkulatorischen Kosten als Gewinn werten und möglicherweise eine Versteuerung einfordern. Also votierte der Gemeinderat einstimmig für die bereits zuvor in einer nichtöffentlichen Sitzung diskutierte Variante, die Gebühren auf einen Euro zu erhöhen. Das zu erwartende Defizit läge dann bei rund 15 000 Euro jährlich. Die Gebühr für Münzwasserzähler wurde auf 4,50 Euro pro Kubikmeter inklusive Mehrwertsteuer und Grundgebühr.

Ein weiteres Thema der Sitzung war die Umrüstung der Bernauer Straßenbeleuchtung auf LED-Technik. Ein Teil der Leuchten war schon im Jahr 2017 umgerüstet worden, der Rest soll nun 2020 folgen. Da am 30. September die Antragsfrist für mögliche Zuschüsse des Bundesministeriums für Umwelt abläuft, fasste der Gemeinderat einstimmig einen Grundsatzbeschluss für die Umrüstung, um den Antrag auf den Weg bringen zu können.

Die Firma ED Netze habe für die Umstellung der 96 Straßenlaternen und der 19 Überspannungsleuchten eine Gesamtsumme von 74 000 Euro brutto kalkuliert, sagte Bürgermeister Alexander Schönemann. Nach Abzug der Förderung komme daher auf die Gemeinde ein Eigenanteil von etwa 53 000 Euro zu. Die jährliche Einsparung läge bei rund 33 Kilowattstunden, also rund 7600 Euro im Jahr.