Weidel übt scharfe Kritik an Corona-Politik

afp

Von afp

Mo, 13. September 2021

Südwest

Rede auf AfD-Landesparteitag.

(dpa/BZ). Die Landesvorsitzende der baden-württembergischen AfD, Alice Weidel, hat am Samstag auf einem Landesparteitag in der Messe Stuttgart die Bundesregierung scharf für ihre Corona-Politik angegriffen. "Deutschlands Politiker haben dieses Land mit seinen Bürgern in den permanenten Ausnahmezustand eingemauert", sagte Weidel. Auch im neuen Schuljahr würden Schüler "mit Masken, Tests und Quarantäneregimes schikaniert, deren Nutzen bis heute nicht bewiesen ist". Ungeimpfte würden "als Bürger zweiter Klasse vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen". Eine Abfrage des Impfstatus durch Arbeitgeber sei ebenso verfassungswidrig wie die Aussetzung der Entschädigung für Lohnfortzahlung bei Ungeimpften, die in Quarantäne müssen. "Das hier ist eine ganz klare Bananenrepublik!", rief Weidel den Delegierten zu.

Klagen gegen die 2G-Regel angekündigt

Am Sonntag kündete Weidel, die auch Co-Spitzenkandidatin der AfD für die Bundestagswahl ist, Klagen ihrer Partei gegen die 2G-Regel an. "Wir werden in jedem Fall gegen jegliche Diskriminierung von Ungeimpften vorgehen", sagte sie dem Nachrichtenportal t-online. Gesunde Menschen dürften in ihren Grundrechten nicht unnötig eingeschränkt werden. Weidel selbst ist nach eigenen Angaben nicht geimpft. Sie habe den Nutzen der Impfung und Risiken durch mögliche Nebenwirkungen für sich "abgewogen", sagte sie.