Corona-Pandemie

Inzidenz steigt, Impftermine dringend gesucht

Joachim Röderer

Von Joachim Röderer

Do, 25. November 2021

Freiburg

Gesundheitsamt meldet Höchstwert an Neuinfektionen / Viele Arztpraxen beteiligen sich am "nationalen Impftag" am Samstag.

. In Freiburg gibt es nach wie vor eine ungebremst hohe Nachfrage nach Impfterminen. Werden Angebote ins Internet gestellt, sind die Zeitfenster in der Regel innerhalb kurzer Zeit ausgebucht. Die Corona-Situation in Stadt und Umland verschärft sich derweil: Am Mittwochmorgen hat das örtlich Gesundheitsamt 399 Neuinfektionen in Stadt und Umland gemeldet – das ist der bislang höchste Tageswert seit Beginn der Pandemie.

Gemeldet wurden am Mittwoch auch zwei neue Todesfälle im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald. Damit sind in Freiburg und dem Kreis seit Beginn der Pandemie nun insgesamt 400 Menschen in Zusammenhang mit Covid-19 verstorben. Für die Stadt wurden am Mittwoch 191 neue Corona-Infektionen registriert, für den Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald 208. Die Inzidenz steigt in Freiburg leicht von 338,2 auf 339,9 und im Landkreis ganz massiv von 281,7 auf nun 321,7, wie das Landesgesundheitsamt am frühen Abend gemeldet hat.

Engpässe gibt es nach wie vor bei den Impfkapazitäten. Die Nachfrage übersteigt seit Tagen des Angebot. Die Stadtverwaltung arbeitet weiter mit Hochdruck daran, das Angebot in der Stadt auszubauen. Unter anderem soll eine Station in der Museumspädagogik des Augustinermuseums an der Gerberau installiert werden.

"Neben der Booster-Impfung sollen auch bald neue Erst- und Zweitimpfungen verfügbar sein", kündigte Oberbürgermeister Martin Horn an. Man setze dabei weiter auf die Unterstützung des Landes. Geplant ist eine Impfstelle unter anderem in den Räumen der Museumspädagogik des Augustinermuseums an der Gerberau. In dieser Woche werde aber kein neues städtisches Impfangebot hinzukommen, nächste Woche solle jedoch – so die Hoffnung – eine neue Impfstelle an den Start gehen, teilte Stadtsprecherin Martina Schickle mit.

Auch das von der Uniklinik betriebene Mini-Impfzentrum an der Messe hat angekündigt, seine Kapazitäten so schnell wie möglich auszubauen. Anvisiert werden mittelfristig 2000 Impfungen pro Tag. Dann müsste aber das Impfzentrum in die Messehalle 2 umziehen, die dafür bereitstehen würde. In der Messe wird nur mit Voranmeldung geimpft. Knapp 7000 Termine bis zum 4. Dezember sind bereits vergeben. Bislang bietet das Impfzentrum nur Booster-Impfungen an.

Termine gibt es auch bei einer Impfaktion des DRK-Ortsverbandes Freiburg, der gemeinsam mit der Hausarztpraxis Bromberghof am Stühlinger Kirchplatz Impfwillige immunisiert. Auch hier gibt es eine hohe Nachfrage. Neue Termine sollen in den kommenden Tagen hinzukommen.

Zahlreiche Freiburger Hausarztpraxen beteiligen sich zudem am "nationalen Impftag", der für den kommenden Samstag angekündigt worden ist. Es gibt Impfaktionen mit und ohne Voranmeldung.

Eine Übersicht über Impfangebote in Freiburg und im Umland auf www.dranbleiben-bw.de