Eigenbedarf

Welche Methoden der Stromerzeugung sich rentieren – und welche nicht

Bernward Janzing

Von Bernward Janzing

Fr, 23. Februar 2018 um 19:43 Uhr

Wirtschaft

BZ-Plus Photovoltaik, Kleinwindkraft, Brennstoffzelle – für den Eigenbedarf kann man heute auf verschiedene Arten Strom produzieren. Doch nicht alle Optionen sind unproblematisch.

Klein-Windenergieanlage
Stolz stellte das E-Werk Mittelbaden (EWM) kürzlich eine Klein-Windenergieanlage vor: Von April bis Oktober soll sie auf dem Gelände der Landesgartenschau in Lahr ein Ausstellungsgebäude mit Strom versorgen. Das Unternehmen sagt: "Anders als beispielsweise bei Photovoltaikanlagen kann der Strom aus Windkraft rund um die Uhr erzeugt und direkt vor Ort verbraucht werden." So werde "die effiziente Stromgewinnung aus Windkraft für jedermann möglich". Das Gerät mit senkrechter Drehachse und einer Leistung von drei Kilowatt werde "je nach Standort und Windverhältnissen" rund 1500 Kilowattstunden jährlich erzeugen.

Günther Hacker in St. Georgen im Schwarzwald beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit der Kleinwindkraft. Eigentlich wollte er in den frühen neunziger Jahren nur eine Anlage für den eigenen Garten kaufen. Doch als diese nichts taugte, und auch weitere Produkte sich als unbrauchbar erwiesen, nahm er sich die kleinen Maschinen genauer vor. Über seine Erfahrungen hat er ein Buch geschrieben ("Wind ins Netz").

Von dem Modell in Lahr hält er nichts: Die Anlage könne an diesem Standort nur einen Bruchteil des versprochenen Ertrages bringen, sie werde "eher Abschreckung als Werbung" für die Windkraft sein. Das liege an der geringen Windangriffsfläche, und daran, dass – ein großes Manko aller ...

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