Flughafen auf Wachstumskurs

Wie der Euroairport trotz mehr Flügen die Lärmemissionen senken will

Michael Baas

Von Michael Baas

Sa, 11. Januar 2020 um 10:53 Uhr

Basel

BZ-Plus Der Direktor des Euroairports Basel Mulhouse will die Lärmemissionen bei wachsendem Flugaufkommen senken. Wie das funktionieren soll, erläutert er im Interview mit der BZ.

Die Senkung von Emissionen hat am Euroairport hohen Stellenwert, und zwar sowohl beim Lärm wie auch beim Kohlendioxid. Wie aber geht das zusammen mit dem wachsenden Passagier- und Flugaufkommen? Während die Handlungsspielräume bei CO2 begrenzt sind, gibt es hinsichtlich eines lokal begrenzten Phänomens wie Lärm mehr Optionen. Doch auch da räumte die Flughafendirektion im November in einer Mitteilung ein, noch nicht da zu sein, wo sie sein will. Michael Baas hat nachgefragt bei Flughafendirektor Matthias Suhr.

BZ: Herr Suhr, Passagierzahlen und Flugaufkommen wachsen und sollen weiter wachsen. Zugleich will der EAP den Lärm reduzieren. Wie soll das gehen?

Suhr: In den vergangenen zehn Jahren sind wir stark gewachsen. Jetzt werden Grenzen sichtbar. Ich erwarte für die nächsten Jahre nur noch ein leichtes Wachstum, für 2020 gar ein Nullwachstum. Dazu kommen technische Fortschritte und die Flottenerneuerung vieler Fluggesellschaften. Neue Flugzeuge wie der A 320 Neo sind größer, leiser und verbrauchen weniger. Da werden mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Es gibt mehr Passagiere pro Flug, die Zahl der Flugbewegungen nimmt weniger zu und es gibt eine Lärmreduktion.

BZ: Nun werden A 320 neo am Euroairport bislang aber kaum eingesetzt.

Suhr: In dem Punkt haben wir durch unsere zentrale Lage in Europa gewisse Standortnachteile. Die Neos sind vor allem auf längeren Strecken effizient. Deshalb werden sie derzeit eher an den Rändern Europas stationiert. Aber das ist nur eine Frage der Zeit. Schon heute setzen einige Airlines Neos am Euroairport ein.

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