Landesarchiv zieht Bilanz

Wie es 1800 Menschen in den Nachkriegs-Heimen ergangen ist

Jens Schmitz

Von Jens Schmitz

Do, 18. Oktober 2018 um 08:47 Uhr

Südwest

BZ-Plus Der Zwang, Erbrochenes essen zu müssen, brutale Gewalt, sexuelle Übergriffe, gezielte Demütigung: Solche Schilderungen kehren immer wieder. Die Pädagogik der Nazis wirkte noch lange nach.

Die Not muss groß sein für so ein Gefühl: "Der Kontakt zu den Mitarbeiterinnen des Landesarchivs gehörte zu den positivsten Erfahrungen, die ich in vielen Jahren machen durfte", berichtet das ehemalige Heimkind Andreas Blume. "Die Empathie, die mir entgegengebracht wurde, war spürbar und hat sehr geholfen." Der 1963 geborene IT-Spezialist und Landwirt hatte seine Jugend lange Zeit so tief verdrängt, dass er von ihr kaum noch etwas weiß.

Dass er heute über Kinderbilder verfügt, über Akten und neuen Familienkontakt, schreibt er einem bundesweit beachteten Modell zu: der Projektstelle "Heimerziehung 1949–1975 in Baden-Württemberg". Das Sozialministerium hat sie im Mai 2012 beim Landesarchiv eingerichtet.

Gespräche ...

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