Mit Gewinn leben

Wie kann man die Homeoffice-Pauschale in Anspruch nehmen?

Jörg Strötzel

Von Jörg Strötzel

Fr, 05. Februar 2021 um 15:37 Uhr

Beruf & Karriere

Mit der im Dezember beschlossenen Homeoffice-Pauschale können Arbeitnehmer, die in den heimischen vier Wänden am Esstisch oder in der Büro ecke arbeiten, bis zu 600 Euro im Jahr absetzen.

Bei einer Pauschale von fünf Euro pro Arbeitstag entspricht dies 120 Tagen Homeoffice: 120 Tage x 5 Euro = 600 Euro. Auch wer 130 Tage oder mehr von zu Hause arbeitet, darf nicht mehr als 600 Euro absetzen. Wichtig ist: Die Homeoffice-Pauschale wird in den Arbeitnehmer-Pauschbetrag von 1000 Euro eingerechnet. Anders gesagt: Der Arbeitnehmer-Pauschbetrag schluckt die Homeoffice-Pauschale.

Hatte aber ein Arbeitnehmer Werbungskosten von beispielsweise 500 Euro und war mindestens 120 Tage im Homeoffice, darf er 1100 Euro als Werbungskosten angeben (500 Euro Werbungskosten + 600 Euro Homeoffice-Pauschale). Kommt der Arbeitnehmer mit seinen tatsächlichen Werbungskosten und der Homeoffice-Pauschale also auf mehr als 1000 Euro, darf er das in seiner Steuererklärung eintragen.

Und wenn er schon alleine mit seinen Werbungskosten den Arbeitnehmer-Pauschbetrag überschreitet, darf er die Homeoffice-Pauschale von 600 Euro zusätzlich geltend machen. Nach wie vor gilt übrigens für alle, die zu Hause über ein separates Arbeitszimmer verfügen: Sie dürfen die Aufwendungen für das häusliche Arbeitszimmer bis zu einem Höchstbetrag von 1250 Euro pro Jahr geltend machen, wenn beim Arbeitgeber kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht.