Ettore Gotti Tedeschi

Chef der Vatikanbank muss gehen

Julius Müller-Meiningen

Von Julius Müller-Meiningen

Sa, 26. Mai 2012

Wirtschaft

Misstrauensvotum des Aufsichtsrates / Die Beweggründe bleiben im Dunkeln / Vatikankenner sehen den Papst geschwächt.

ROM. Er war angetreten, um der Geheimniskrämerei und Undurchsichtigkeit ein Ende zu machen. Jetzt ist Ettore Gotti Tedeschi von seinem Amt als Chef der Vatikanbank zurückgetreten und der Heilige Stuhl um ein Mysterium reicher. Wieder wird spekuliert, wieder gibt es Geheimnisse und wieder gibt der Vatikan das Bild eines Hortes von Intrigen ab.

Nach nur drei Jahren hat der 67 Jahre alte Präsident des Istituto delle Opere Religiose (IOR) aufgegeben, gezwungen hat ihn dazu am Donnerstag ein Misstrauensvotum des fünfköpfigen Aufsichtsrats. Der deutsche Banker Ronaldo Schmitz (74), bisher Vizepräsident und früher Vorstandsmitglied der Deutschen Bank, hat vorübergehend das Amt übernommen.

"Ich bin hin- und hergerissen", sagte Gotti Tedeschi am Freitag. "Einerseits ist da der Wunsch, die Wahrheit zu sagen, auf der anderen Seite will ich den Papst nicht verunsichern. Meine Liebe ...

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