Gesundheitswesen

Viele Kliniken finden keine Haftpflichtversicherung

Franz Schmider

Von Franz Schmider

Do, 10. Januar 2013 um 00:01 Uhr

Wirtschaft

Deutschen Kliniken fällt es zunehmend schwer, eine Haftpflichtversicherung zu finden, die im Falle eines Behandlungsfehlers die Schadensregulierung übernimmt. Das trifft in erster Linie die 453 Kliniken, die eine Geburtshilfestation haben. Das könnte dazu führen, dass Gebärende sich auf weite Wege einstellen müssen.

350 Millionen Euro mussten die deutschen Krankenhäuser zuletzt pro Jahr aufwenden, um sich gegen eventuelle Schadenersatzansprüche in Fällen ärztlicher Kunstfehler zu versichern. Damit aber kamen die Assekuranzen zuletzt nicht mehr über die Runden. Mit der Westfälischen Provinzial und der Zürich, dem bis dahin größten Krankenhausversicherer, haben zwei große Versicherer alle rund 200 Verträge mit Krankenhäusern zum Jahreswechsel gekündigt. Zuvor hatte die Sparkassenversicherung Württemberg das Geschäft mit den Krankenhäusern aufgegeben. Nun gibt es nur noch vier wichtige Anbieter. Diese erhöhten ihre Beiträge stark. 200 Millionen Euro mehr verlangen die Versicherungen in diesem Jahr – ein Zuwachs von durchschnittlich fast 60 Prozent. Für einige Krankenhäuser kam es noch dicker. "Zum Teil wurden die Beiträge um weit mehr als 100 Prozent angehoben", sagt Franz-Michael Petry, Geschäftsführer der Ecclesia GmbH, Deutschlands größtem Versicherungsmakler im Krankenhausbereich.

Mehrbelastungen in zum Teil sechsstelliger Höhe ...

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