Ziel bleibt ein starker Sozialstaat

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Do, 12. März 2020

Kreis Lörrach

Rainer Stickelberger beim VdK.

LÖRRACH (BZ). Mit mehr als zwei Millionen Mitgliedern ist der VdK der größte Sozialverband Deutschlands. Welche Arbeit er leistet und wie er vor Ort aufgestellt ist, darüber informierte sich der SPD-Landtagsabgeordnete Rainer Stickelberger auf Einladung des VdK-Kreisvorsitzenden Manfred Merstetter. Auch der Bezirksgeschäftsführer Klaus-Martin Weih, Sozialrechtsreferentin Silvia Kahn-Städler und Günter Sauer aus dem Kreisvorstand nahmen an dem Gespräch in der neuen Geschäftsstelle des VdK in der Lörracher Turmstraße teil.

Stickelberger, selbst seit Jahren VdK-Mitglied, betonte die vielen Berührungspunkte zwischen VdK und SPD auf Landesebene: "Ob Pflege, Altersarmut oder Ärzteversorgung – der VdK ist einer unserer Hauptansprechpartner bei sozialen Themen". Das bestätigte Merstetter: "Der VdK ist für die soziale Gerechtigkeit das, was der ADAC fürs Auto ist". Als Lobby aller Sozialversicherten und Menschen mit Behinderungen beruht die Arbeit des Verbandes auf drei Säulen: Sozialrecht, Sozialpolitik und die ehrenamtliche Arbeit in Kreis- und Ortsverbänden.

In Lörrach und weiteren 33 Geschäftsstellen im Land können sich die Mitglieder zu allen Fragen des Sozialrechts wie Rente, gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung oder Anerkennung von Schwerbehinderung beraten und vertreten lassen. "Die gesamtgesellschaftlichen Entwicklungen schlagen in unserer Beratung massiv durch – Burn-out und psychische Erkrankungen nehmen stark zu", betonte Weih. Zudem, so Merstetter, "sind wir auch Wegweiser zu anderen Hilfestellen. Und viele, die zu uns kommen, brauchen nicht nur eine Rechtsberatung, sondern auch das Gespräch."

Ziel der Sozialpolitik des VdK ist ein starker Sozialstaat. Seinen politischen Einfluss sichert er vor allem durch eine breite Öffentlichkeitsarbeit. Dazu tragen, so Weih, auch die Ehrenamtlichen in den 19 Ortsverbänden im Kreis als Multiplikatoren bei. Darüber hinaus wir hier vor allem die Geselligkeit und das solidarische Miteinander der rund 4500 Mitgliedern im Kreis gepflegt. "Allerdings werden diejenigen Mitglieder, die mit Vorstandsämtern Verantwortung übernehmen, immer weniger", bedauert Merstetter. Und dies, "obwohl die soziale Schere immer weiter auseinandergeht", so Sauer. Ein Hauptanliegen sei es, den Bekanntheitsgrad des VdK zu fördern.