Verdi-Warnstreik

Zur Erinnerung: Busse und Bahnen stehen am Dienstag in Freiburg still

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mo, 28. September 2020 um 14:19 Uhr

Freiburg

Die Busse und Bahnen der Freiburger Verkehrs-AG bleiben am Dienstag im Depot. Verdi hat zum Warnstreik aufgerufen – Pendler dürften daher im Stau stehen.

Die Gewerkschaft Verdi hat die rund 900 Beschäftigten der Freiburger Verkehrs-AG (VAG) für Dienstag, 29. September, zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Daher bleiben sämtliche Busse von Betriebsbeginn bis Betriebsende im Depot. Betroffen vom Streik sind, wie die VAG mitteilt, auch die Schauinslandbahn sowie der Pluspunkt (Salzstraße 3) und das Kundenzentrum in der Radstation, das VAG-Fundbüro und die Abteilung für das erhöhte Beförderungsentgelt im VAG-Zentrum.

Bei den Omnibussen fahren nur die Linien 15 und 16 in Gundelfingen sowie die Linie 31 (Paduaallee – Niederrimsingen – Gündlingen – Breisach) nach dem üblichen Fahrplan. Bei der Linie 32 (Haid – Rieselfeld – Opfingen – Waltershofen – Paduaallee) entfallen einzelne Fahrten. Auf dieser Linie finden all jene Fahrten statt, die im Auftrag der VAG durch private Subunternehmer gefahren werden.
Die VAG weist darauf hin, dass die trotz des Streiks verkehrenden Buslinien keinen Anschluss an andere Stadtbahn- oder Buslinien der VAG bieten. Zudem wird darauf hingewiesen, dass mit den Linien der Breisgau-S-Bahn sowie über die innerstädtischen Haltepunkte des Regionalverkehrs der Deutschen Bahn und mit einigen Linien der im Umland verkehrenden Busgesellschaften Ziele in der Stadt Freiburg mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sind.

Berufspendler sowie Schülerinnen und Schüler, die auf den ÖPNV angewiesen sind, müssen mit massiven Einschränkungen klarkommen. Der ADAC rechnet damit, dass es angesichts des Streiks auf den Straßen erheblich voller werden wird. Daher sollten sich auch Pkw-Pendler auf Staus in den Stoßzeiten einstellen.

Arbeitgeber-Angebot abgelehnt

Mit dem Warnstreik will die Gewerkschaft Verdi ihren Forderungen in den gegenwärtig laufenden bundesweiten Tarifverhandlungen für den ÖPNV Nachdruck verleihen. Verdi strebt für die rund 8600 Beschäftigten im kommunalen Nahverkehr in Baden-Württemberg unter anderem Entlastungstage, deutlich bessere Überstundenregelungen sowie die Anhebung des Urlaubsgeldes an. Die Arbeitgeber haben in den Verhandlungen am 16. September ein Angebot vorgelegt, das von der Gewerkschaft als völlig unzureichend abgelehnt wurde.

Verdi bestreikte die VAG im Dezember 2002, zweimal im Jahr 2008, im Februar 2010, fünfmal im Jahr 2011, am 22. März 2012, am 26. März 2014, am 21. April 2016 und zuletzt am 10. April 2018.