Süßer Nachwuchs

Auf dem Mundenhof sind am Wochenende 15 Tierbabys auf die Welt gekommen

Simone Höhl

Von Simone Höhl

Mi, 17. April 2019 um 09:44 Uhr

Freiburg

Bison, Lama, Heidschnucken: Im Freiburger Tiergehege Mundenhof gibt’s einen Babyboom. Tragische Nachrichten kommen dafür von den Straußen: Henry ist an Leberverfettung gestorben.

15 Tierbabys sind allein am Wochenende auf dem Mundenhof zur Welt gekommen. "In fast jedem Gehege ist jetzt Nachwuchs", sagt Berno Menzinger und der Co-Chef des Mundenhofs zählt auf: "Schotti-Bullen, eine Bisonkuh, Walliser Schwarzhalsziegen, Heidschnucken und ich glaube zehn Kaschmirziegen, die sind wirklich eine Wucht." Gleichzeitig gibt es ein junges Lama, aber auch tragische Nachrichten von den Straußen – wieder einmal.

Während der Brutzeit vor zwei Jahren war Straußenhahn Alfons an einem Darmverschluss gestorben und aus keinem Ei schlüpfte ein Küken. Straußendame Trudi bekam einen neuen Hahn, Henry, und der hatte Erfolg: 2018 kamen elf Küken zur Welt, die der Mundenhof aufziehen und abgeben konnte. Nun ist Henry gestorben – er ging vor etwa vier Wochen an Leberverfettung und Lungenentzündung ein, so Menzinger. Ein Burenziegenbock starb ebenfalls, die Ursache war Fehlfütterung durch Besucher, möglicherweise auch bei Henry. Trudi, die wieder alleine war, hat eine neue Freundin bekommen und ein neuer Hahn für die Straußenwitwe soll folgen – der dritte.

Familien können am Karfreitag Küken besuchen

Doch erst einmal können die Besucher des städtischen Tiergeheges frisch geschlüpfte Hühnerküken gucken – pünktlich zu Ostern, beziehungsweise überpünktlich: Denn der Mundenhof macht den Karfreitag zum Ostertag. Familien können von 14 bis 17 Uhr die Küken im Stall besuchen, Eier mit Naturfarben färben, Waffeln essen und Osterschmuck basteln – zum Beispiel Filzeier aus Wolle der Kontiki-Schaf des Projekts Kontakt-Tier-Kind. Kontiki-Kinder, Eltern und Mitarbeiter bieten den Ostertag mit selbst gesammeltem Material an. "Es geht uns um das gemeinsame Erlebnis", erklärt Berno Menzinger. Auf Massen ist die Aktion nicht ausgelegt.

Die könnten aber strömen, zumal tolles Wetter prognostiziert ist. Weil gekauftes Fertigmaterial nicht zum Mundenhof-Konzept passt, darf niemand enttäuscht sein, wenn Werkstoff und Waffelteig ausgehen. Menzinger betont: "Wir freuen uns auf die Besucher, aber wollen auch jedem etwas bieten." Ebenfalls begrenzt sind die Parkplätze. Wer kann, soll bitte mit Rad, Bus und Tram anfahren.



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