Tiergehege

Aufatmen im Freiburger Mundenhof nach Verdacht auf Geflügelpest

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Fr, 30. April 2021 um 13:51 Uhr

Freiburg

Einen gequälten Hahn und ein Huhn haben Unbekannte im Schafsgehege des Mundenhof ausgesetzt. In Zeiten der Geflügelpest hätte das verheerende Folgen für das Tiergehege haben können.

Der Vorfall, den die Polizei am Freitag meldet, hat sich bereits vor zwei Wochen ereignet. Der Hahn sei krank und an den Füßen verletzt gewesen, sodass die Ermittler von Tierquälerei ausgehen. Zu jenem Zeitpunkt galt das gesamte Stadtgebiet aufgrund der grassierenden Geflügelpest als Sperrbezirk. Wären die beiden Hühner mit dem Virus infiziert gewesen, hätten alle Vogelarten auf dem Mundenhof getötet werden müssen, auch die Nandus und Strauße.

Die Veterinäre der Stadtverwaltung ließen die Hühner virologisch untersuchen und konnten Entwarnung geben. Die Fachdienststelle Gewerbe/Umwelt des Polizeipräsidiums Freiburg ermittelt nun wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz und bittet um Hinweise auf den ehemaligen Hühnerhalter unter Tel. 0761/21689-0.

Seit 28. April ist Freiburg vom Sperrbezirk zum Beobachtungsgebiet zurückgestuft worden, was keine derart drastischen Maßnahmen mehr erforderlich macht. Aber zur Tatzeit hätten die strengen Anordnungen gegriffen, so die Polizei.