Schutzmaßnahmen

Basel dämmt Corona-Infektionen erfolgreich ein

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mi, 23. September 2020 um 15:37 Uhr

Basel

Das Basler Gesundheitsdepartement hält die Schutzkonzepte für wirksam. Die Zahl der aktiven Fälle pendelt zwischen 30 und 35. Das Infektionsgeschehen betrifft derzeit vor allem Jüngere.

Dass die Ferienzeit und die damit verbundene Reisetätigkeit Corona-Fallzahlen nach oben treibt, ist vielerorts zu beobachten. Das war im August auch in Basel-Stadt so. Zeitweise meldete der Stadtkanton damals wieder fast 80 aktive Corona-Fälle. Ende Juni, Anfang Juli gab es dagegen phasenweise gar keinen aktiven Fall mehr. Inzwischen ist deren Zahl auch wieder gesunken und pendelt derzeit zwischen 30 und 35. Auch die absolute Zahl an Covid-19-Infektionen steigt seit etwa 10. September nur noch in einer niedrigen Summe zwischen gar keinen neuen und sieben neuen Infektionen (13. September) und lag am Mittwoch bei 1296.

Der für den Gesundheitsbereich zuständige Regierungsrat Lukas Engelberger und Kantonsarzt Thomas Steffen zeigten sich am Mittwoch in einem Pressegespräch anlässlich der in Basel anstehenden Herbstferien denn auch überzeugt, dass die im August wieder verschärften Corona-Regeln ihre Wirkung gezeigt und das Ansteigen der Infektionszahlen abgebremst haben. "Wir möchten mit tiefen Fallzahlen in die kühlere Jahreszeit starten, vor der wir Respekt haben. Bisher klappt das", bilanzierte Engelberger laut der Mitteilung.

Großveranstaltungen wieder möglich

Vom 1. Oktober an sind laut der Entscheidung der Schweizer Bundesregierung auch Großveranstaltungen wieder möglich. Sollten die Fallzahlen regional dramatisch ansteigen und sich die epidemiologische Lage verschärfen, habe der Kanton aber die Möglichkeit, Bewilligungen für Großveranstaltungen zu widerrufen oder gar nicht zu erteilen. Auch in der Schweiz setzt man also – wie hierzulande – auf ein dezentrales Agieren.

Schulen sind keine Infektionsherde

"Aus unserem Contact Tracing sehen wir, dass die Ansteckungsorte nach wie vor breit gestreut sind und überall auftreten können. Das Virus ist also noch da. Im Moment erkranken im Kanton vor allem 21- bis 30-Jährige", schildert Kantonsarzt Thomas Steffen. Erfreulicherweise gehörten Schulen bisher dagegen nicht zu den Infektionsherden. In den sechs Wochen seit Schulstart nach den Sommerferien gab es nur 17 positiv Getestete (zwei Erwachsene, 15 Kinder und Jugendliche) unter rund 30.000 Schülern und Lehrkräften. Zusätzlich gab es an Schulen 68 Quarantänefälle wegen enger Kontakte zu an Covid-19 Erkrankten. Die Ansteckungsquellen lagen aber alle außerhalb der Schulen. "Die Schutzkonzepte der Schulen und Kitas haben somit funktioniert", heißt es in der Mitteilung.

Diese Schutzkonzepte seien denn auch weiterhin "ein wichtiger Baustein im Kampf gegen die Pandemie." Übergreifende Teams haben in Basel bisher 1873 Stichprobenkontrollen von Schutzkonzepten durchgeführt: 181 auf Baustellen, 1692 in Betrieben wie Friseurgeschäften, Lebensmittelläden, Gastronomiebetrieben, Blumenläden oder Museen. Die Mängel seien in der Regel kleinerer Art gewesen. Bis 16. September seien insgesamt nur 15 vorübergehende Betriebsschließungen verfügt worden.