Kultur

Theater Basel verzeichnet in der Spielzeit 2024/25 mehr Publikum, aber weniger Gastro-Einnahmen

Das Theater Basel hat in der Spielzeit 2024/25 mehr Besucherinnen und Besucher gezählt. Aufgrund gesunkener Einnahmen aus der Gastronomie machte es trotzdem Verlust.  

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Uraufführung des Stücks „Die Kru...r Spielzeit 2024/25 am besten besucht.  | Foto: Ingo Hoehn
Uraufführung des Stücks „Die Krume Brot“ im Theater Basel nach einem Roman von Lukas Bärfuss. Das Stück war im Bereich Schauspiel in der Spielzeit 2024/25 am besten besucht. Foto: Ingo Hoehn

Das Theater Basel verzeichnet für die Spielzeit 2024/25 einen Publikumszuwachs. Die geringere Anzahl an Aufführungen auf der Großen Bühne habe sich jedoch auf die Einnahmen bei der Gastronomie ausgewirkt, wie aus dem am Dienstag veröffentlichten Geschäftsbericht hervorgeht.

Die Zahl der zahlenden Besucherinnen und Besucher stieg demnach um 5474 auf 159.403 ( plus 3,6 Prozentpunkte). Bei den Gratisformaten stieg die Anzahl der Eintritte um 4503 auf insgesamt 60.498 (plus acht Prozentpunkte). Trotz einer geringeren Anzahl an Veranstaltung habe das Theater eine Steigerung erzielt, auch beim kostenlosen "Foyer Public", sagte Intendant Benedikt von Peter vor den Medien. Letzteres sei besonders erfreulich, da es auch viele Menschen anspreche, die noch nie im Theater gewesen seien.

Beim Ballett sanken die Besucherzahlen und auch die Ticketeinnahmen. Die Auslastung lag dort im Durchschnitt bei 47,5 Prozent. Die Aufführungen unter Leitung von Adolphe Binder lockten ein jüngeres Publikum ins Theater, das preisgünstige Tickets nutze. Am besten besucht war laut dem Theater die Bearbeitung von "Romeo und Julia" mit 6963 Eintritten.

Beim Schauspiel war "Die Krume Brot" am besten besucht

Beim Schauspiel betrug die Auslastung 63,4 Prozent. "Die Krume Brot" von Lukas Bärfuss, inszeniert von Antú Romero Nunes lag in dieser Sparte mit 5404 Besuchen an erster Stelle. Bei der Oper betrug die Auslastung im Durchschnitt 67,9 Prozent. Spitzenreiter war dort "Turandot" von Puccini mit 12.247 Besucherinnen und Besuchern. Beim Wagner-Zyklus "Ring des Nibelungen" war die durchschnittliche Auslastung bei der Aufführung des gesamten vierteiligen Zyklus' höher als bei den Aufführungen der einzelnen neu in den Spielplan aufgenommenen Abende "Siegfried" und "Götterdämmerung". Beim Zyklus betrug die Auslastung nach Angaben des Theaters 83,4 Prozent, die Besucherzahlen lag insgesamt bei 5658.

Das Dreispartenhaus steigerte zwar das betriebliche Ergebnis auf 510.000 Franken. Somit habe das Theater sein Minimalziel übertroffen, so Nils Braun, Direktor Finanzen und Verwaltung. Dennoch habe es einen Jahresverlust von 181.000 Franken verbucht und somit eine schwarze Null verfehlt. Ein Grund seien die schrumpfenden Einnahmen bei der Gastronomie. Laut Braun war der "Ring des Nibelungen" aufwendig. Er beanspruchte die Große Bühne über lange Zeit und ermöglichte somit weniger Veranstaltungen. Dieser Spielort verzeichnete rund 10.000 Besucherinnen und Besucher weniger als in der vorherigen Saison.

Bei den Aufführungen im Schauspielhaus ist das Restaurant Besenstiel von nebenan für das Gastroangebot zuständig. Somit fließen nur Einnahmen der Bars bei der Großen und Kleinen Bühne zum Theater, erläuterte Braun. Auch die Zunahme beim "Foyer Public" konnte die fehlenden Pauseneinnahmen nicht wettmachen, da laut Intendant von Peter in diesem bewusst konsumfrei gehaltenen Raum die Gäste oft ihr Picknick mitbringen. Für die angebrochene Spielzeit rechne das Theater mit mehr Einnahmen durch Tickets, jedoch mit weniger durch Fundraising, sagte Nils Braun.

Schlagworte: Nils Braun, Benedikt von Peter, Felix Rothenhäusler
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